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Übernahmeschlacht geht weiter

Monsanto zeigt Bayer kalte Schulter

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Nach wochenlangem Tauziehen lässt Monsanto Bayer erneut abblitzen. Nachdem die Leverkusener ein erstes Angebot bereits nachgebessert hatten, hat der amerikanische Biotechnologie- und Agrartechnikkonzern die Offerte wieder ausgeschlagen.

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Bayer bekommt von Monsanto weiterhin kein grünes Licht für eine Übernahme.
Bayer bekommt von Monsanto weiterhin kein grünes Licht für eine Übernahme.
(Bild: Bayer)

Leverkusen – Bayer sei enttäuscht über die Entscheidung von Monsanto, das auf 125 Dollar je Aktie in bar erhöhte Angebot abzulehnen. Die Offerte an die Aktionäre von Monsanto entspreche einem Aufschlag von 40 % zum Schlusskurs vom 9. Mai 2016. Das angepasste Angebot sei eine überzeugende Gelegenheit für eine sofortige und sichere Wertsteigerung für die Aktionäre, insbesondere vor dem Hintergrund der zuletzt schwachen Geschäftsentwicklung und des reduzierten mittelfristigen Ausblicks, so die Leverkusener.

Der amerikanische Konzern bezeichnete das Angebot als finanziell unangemessen und unzureichend um Sicherheit für den Deal zu gewährleisten.

Bayer betont nochmals, dass das Angebot nicht unter Finanzierungsvorbehalt stehe. Zusätzlich bietet der deutsche Konzern Monsanto eine Zahlung in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar für den Fall an, dass die notwendigen Kartellfreigaben nicht erteilt werden sollten (Reverse Antitrust Break Fee), und bekräftigt damit die Zuversicht in eine erfolgreiche Übernahme.

Bayer sieht einer Fortsetzung des Dialogs mit Monsanto unter einer angemessenen Vertraulichkeitsvereinbarung entgegen, die den Zugang zu weiteren Informationen ermöglichen soll.

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