Reifenproduktion Mol Gruppe weiht Produktion für synthetische Kautschuke ein

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die Mol Gruppe und die japanische JSR Corporation haben eine Produktionsanlage für synthetische Kunststoffe im ungarischen Tiszaújváros eingeweiht. Das Werk des Joint Ventures wird mit mehr als 100 neuen Mitarbeitern jährlich rund 60.000 t Kautschuk herstellen.

Petrochemie-Anlage der Mol-Gruppe in Ungang
Petrochemie-Anlage der Mol-Gruppe in Ungang
(Bild: Mol-Gruppe)

Budapest/Ungang – Das in der Fachsprache als Solution Polymerization Styrene-Butadiene Rubber (S-SBR) bezeichnete Produkt ist ein global stark nachgefragtes chemisches Erzeugnis, da es mit seiner charakterlichen Molekularstruktur ein geeigneter Rohstoff für die Herstellung von energiesparenden und damit umweltschonenden Reifen ist. Das Rohmaterials unterstützt die Grip-Performance auf nassen Straßen und die Abrolleigenschaften.

Der wichtigste Bestandteil von synthetischem Kautschuk ist Butadien, das in einer benachbarten und seit 2015 in Betrieb befindlichen Anlage der Mol Gruppe hergestellt wird. Mol und JSR Corporation unterzeichneten 2013 die Vereinbarung für das Joint Venture, an dem JSR 51 % hält und Mol 49 %. Baubeginn für die S-SBR Anlage war 2015.

Einer der Eckpfeiler der „Strategie 2030 – Enter Tomorrow“ der Mol Gruppe ist die Erweiterung der petrochemischen Wertschöpfungskette in Richtung werthaltigerer Produkte, die in den Bereichen Automotive, Verpackung, Bau und Elektronik Verwendung finden. Dafür plant die Mol Gruppe Investitionen von rund 4,5 Milliarden Euro in petrochemische und chemische Wachstumsprojekte bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts.

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