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Kooperation mit Evonik und Thyssenkrupp Mol-Gruppe übernimmt Führungsrolle in osteuropäischem Polyol-Geschäft

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Ein halbes Jahr nach Bekanntgabe der Strategie 2030 hat die ungarische Mol-Gruppe im Rahmen ihres industriellen Transformationsprozesses einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das mit Evonik und Thyssenkrupp unterzeichnete Lizenzabkommen wird es Mol zukünftig ermöglichen, Propylenoxid herzustellen. Damit will das Unternehmen das Halbfabrikat Polyether-Polyolen produzieren.

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Für diese Propylenoxid-Wertschöpfungskette geht die Mol Gruppe eine Partnerschaft mit Evonik und Thyssenkrupp ein.
Für diese Propylenoxid-Wertschöpfungskette geht die Mol Gruppe eine Partnerschaft mit Evonik und Thyssenkrupp ein.
(Bild: Screenshot: Mol-Gruppe)

Budapest/Ungarn – Die Mol-Gruppe hat wichtige Verträge für die Kerntechnologien des Polyol Projektes als Teil des ersten Investitionszyklus der neuen Langzeitstrategie Mol 2030 abgeschlossen. Die Verträge beziehen sich auf den Zukauf von Technologielizenzen und von Produktionsdesigns für die so genannte HP-PO-Technologie (Wasserstoffperoxid zu Propylenoxid) zur Produktion von Propylenoxid. Lizenzgeber für die Wasserstoffperoxid-Anlage zur exklusiven Versorgung der Propylenoxid-Anlage ist Evonik, während die Propylenoxid-Einheit von einem Konsortium bestehend aus Evonik und Thyssenkrupp Industrial Solutions lizensiert wurde.

Die Verträge enthalten auch rechtsverbindliche Angebote und Vorverträge bzgl. der später folgenden Engineering- und Umsetzungsphasen der HP-PO-Einheiten durch Thyssenkrupp. Auch der Kauf von markenrechtlich geschützten Katalysatoren von Evonik ist abgedeckt. Die Unterzeichnung der Lizenzabkommen stellt einerseits den Startschuss für eine Großinvestition dar, die für Mol von strategischer Bedeutung ist, andererseits den Anfang einer langfristigen Partnerschaft der Mol-Gruppe mit Evonik und Thyssenkrupp.

Zusätzlich hat die Mol-Gruppe Fluor als Projekt Management Consultant (PMC) für das Frontend-Technikdesign, den Einkauf und die Bauphase des Projekts ausgewählt. Mol befindet sich in der finalen Phase für die Auswahl des Lizenzgebers der Polyether Polyol-Technologie und für die Auswahl des Vertragspartners für die Planung der Versorgungsinfrastruktur und anderer Anlagen.

Polyol-Projekt zur Umsetzung der Strategie

Die Verträge stellen den ersten Meilenstein in der Umsetzung der MOL 2030 Langzeitstrategie dar, für die zwischen 2017 und 2021 ein Investitionsvolumen von rund 1,9 Milliarden Dollar für Transformationsprojekte in den Bereichen Chemie und Petrochemie vorgesehen sind. Der Industriekomplex, der in Ungarn gebaut werden soll, wird das größte Einzelinvestitionsprojekt der Mol-Gruppe bis 2021 sein. Die neue Produktlinie wird nicht nur Zugang zu den interessanten Märkten in Zentral- und Osteuropa bieten, sondern stellt auch eine konsequente Fortsetzung der MOL-Strategie im Bereich Downstream dar, wo die Wertschöpfungskette in Richtung Halbwaren und Spezialchemieprodukte ausgebaut werden soll.

Dieser Schritt hat die Mol-Gruppe, entsprechend dem Kernwert der nachhaltigen Entwicklung, einer hochtechnologischen und energieeffizienten Technologie näher gebracht, wodurch keine wesentlichen Mengen an Nebenprodukten verursacht werden. Propylenoxid-basierte Polyole dienen als Rohmaterial für Polyurethan-Schaum, der vor allem in der Automobilindustrie, in der Bauwirtschaft, Verpackungsindustrie und der Einrichtungsbranche Verwendung findet. Der geplante Komplex besteht aus der HP-PO-Anlage mit einer Jahresproduktionskapazität von 200 Kilotonnen Propylenoxid, mehreren Produktionslinien für Polyether-Polyol sowie Versorgungsinfrastruktur.

„Das Abkommen mit unseren renommierten Partnern stellt einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung der Strategie 2030 der Mol-Gruppe dar, mit der wir uns in das in Zentral- und Osteuropa führende Chemieunternehmen weiterentwickeln werden. In einem ersten wegweisenden Schritt werden wir bis zu einer Milliarde Dollar in das Polyol-Projekt investieren und in Folge ein bedeutender europäischer Anbieter werden. Die innovative und umweltverträgliche Technologie ermöglicht uns nicht nur, der einzige integrierte Polyol-Hersteller in unserer Region zu werden, sondern gibt uns auch Zugang zu anderen, hochprofitablen Bereichen der Chemieindustrie“, sagt Zsolt Hernádi, Vorstandsvorsitzender und CEO der Mol-Gruppe

Mehr über die Strategie der Mol-Gruppe finden Sie auf deren Webseite.

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