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Polyol-Projekt Mol Gruppe erwirbt Lizenzen von Thyssenkrupp für strategisches Schlüsselprojekt

| Redakteur: Alexander Stark

Nach den im Juli bekannt gegebenen Vertragsunterzeichnungen mit Evonik und Thyssenkrupp über die Produktion von Propylenoxid, hat die Mol Gruppe jetzt eine weitere Vereinbarung mit Thyssenkrupp Industrial Solutions (Thailand) getroffen. Darin werden die technologischen Prozesse für die Konversion von Propylenoxid zu Polyetherpolyol und Propylenglykol abdeckt.

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Die Mol Gruppe hat einen weiteren Vertrag mit Thyssenkrupp über die Produktion von Polyetherpolyol und Propylenglykol unterzeichnet.
Die Mol Gruppe hat einen weiteren Vertrag mit Thyssenkrupp über die Produktion von Polyetherpolyol und Propylenglykol unterzeichnet.
(Bild: Mol Group)

Budapest/Ungarn — Der Vertrag umfasst den Erwerb von Technologie-Lizenzen, Prozessdesign-Paketen und das Front-End-Engineering der Anlagen für die Konvertierung von Propylenoxid zu Polyetherpolyol und Propylenglykol. Nach Abschluss der Investition soll das Unternehmen zum größten Produzenten von Polyetherpolyol und Propylenglycol in Mitteleuropa aufsteigen.

Die erworbene Polyol-Technologie basiert auf einem modernen Jet-Reaktor Design. Das Front-End-Engineering, einschließlich der Produktprüfung wird vom Technologie- und F&E-Zentrum für Oleochemie von Thyssenkrupp in Thailand bereitgestellt. Der Vertrag enthält auch eine Vereinbarung über die Lieferung und Installation der Polyetherpolyol-Anlage.

Mit der Unterzeichnung dieses Vertrages, hat sich das Unternehmen sämtliche notwendigen Lizenzen und technischen Ressourcen für den Bau der Anlagen seines Polyol-Projekts gesichert. Die Verträge, die bereits im Juli unterzeichneten wurden, umfassen den Kauf von Lizenzen und Prozessdesign-Paketen für die HPPO-Technologie (Wasserstoffperoxid zu Propylenoxid) innerhalb der Propylenoxid-Linie.

Entsprechend der Strategie 2030, beabsichtigt die ungarische Gruppe ihr Portfolio entlang der petrochemischen Wertschöpfungskette in Richtung Halbfertig- und Spezialchemikalien auszubauen. Ziel ist es, die Gruppe als einen führenden Chemieproduzenten in Osteuropa zu positionieren.

Polyetherpolyol, das als Rohstoff für Polyurethan-Schaum dient, wurde als wichtigste Produktgruppe bei der Petrochemie-Expansion des Unternehmens identifiziert, da es eine breite Anwendung in der Automobil-, Bau-, Verpackungs- und Möbelindustrie findet. Durch diese Investition etabliert sich die Gruppe als einziger integrierter Polyol-Hersteller in der Region.

An einer weiteren Produktionslinie, die im Rahmen des Projekts vorgesehen ist, soll Propylenglycol hergestellt werden, das u.a. für die Herstellung von ungesättigten Polyesterharzen sowie als Additiv für Hygiene- und Pharmaerzeugnisse verwendet wird.

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