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Rohstoffpreise August 2018 Möglicher Handelskrieg belastet die Rohstoffmärkte

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Trotz der eskalierenden Diskussionen um einen Handelskrieg, den der US-Präsident immer wieder anfeuert, blieben die Weltrohstoffpreise im Monatsmittel des Juli 2018 sowohl auf Basis von Dollar wie auch in Inlandswährung gerechnet stabil. In der zweiten Monatshälfte notierten vor allem Metalle schwächer. Insgesamt stehen bei einer unveränderten Drohung um immer neue Strafzölle auf immer mehr Warengruppe die Rohstoffpreise auch zukünftig unter Druck, der auch durch den Ausstieg von investiven Anlegern verstärkt wird.

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Die internationalen Rohstoffmärkte bleiben auch im Juli/August angespannt.
Die internationalen Rohstoffmärkte bleiben auch im Juli/August angespannt.
(Bild: Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Die Sorgen über negative Auswirkungen auf Wachstum und Dellen in einigen Branchen dämpfen das Preisniveau der Rohstoffe, so die Industriebank IKB. Aufgrund einer Einigung von Saudi-Arabien und einigen anderen OPEC-Ländern mit Russland zur Erhöhung der Förderquoten und der Annäherung der Präsidenten Trump und Putin geriet jedoch der Rohölpreis etwas unter Druck und gab seine Gewinne vom Vormonat ab.

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Gleichwohl drohen Gefahren: Sollte es infolge einer Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und den USA zu einer Schließung der Straße von Hormus kommen, wäre nicht nur der Iran in seinen Ölausfuhren behindert, sondern auch etliche andere Golfanrainerstaaten. Dies würde dann schnell zu anziehenden Rohölnotierungen führen. Der IKB nach kommt aber der iranische Rohölabsatz nicht vollkommen zum Erliegen. Dafür dürfte zumindest schon China sorgen.

Zudem ziehe der globale Rohölbedarf weiter an. Die Experten sehen den Rohölpreis bis Ende des dritten Quartals 2018 in einem Band um die Marke von 76 Dollar je Barrel Brent, die amerikanische Referenzsorte WTI notiert wenigstens fünf Dollar niedriger. Bei weiterhin guter Gasversorgung in Europa hat der Grenzübergangspreis für Erdgas leichtes Potenzial nach unten. Für den Wechselkurs des Dollar zum Euro sieht die Industriebank bis Ende September 2018 trotz einer weiteren möglichen Zinsanhebung in den USA eine Bewegung um die Marke von 1,15 Dollar/Euro. Gegen Jahresende ist ein etwas stärkerer Euro möglich.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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