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Luftstrahlsiebung

Moderne Varianten der Luftstrahlsiebung

15.04.2010 | Autor / Redakteur: Andreas Theisen* / Ilka Ottleben

Abb. 1: Die Luftstrahlsiebmaschine AS 200 jet von Retsch. (Bild Retsch)
Abb. 1: Die Luftstrahlsiebmaschine AS 200 jet von Retsch. (Bild Retsch)

In Abbildung 7 ist das Siebgewebe eines 45-µm-Siebes nach Siebung von Quarzsand ohne und mit Open-Mesh-Funktion dargestellt. Deutlich erkennbar sind einige Maschen nach der Siebung ohne Open-Mesh-Funktion noch verstopft, während das Sieb unter Verwendung dieser Funktion komplett frei bleibt. Sie erhöht also durch die schonende Reinigung des Siebgewebes die Reproduzierbarkeit der Siebung und die Standzeiten der Siebe gegenüber einer normalen Luftstrahlsiebung.

Partikelgrößenverteilungen

Obwohl immer nur ein Sieb auf einer Luftstrahlsiebmaschine verwendet werden kann, ist es auch mit diesem Gerät möglich, Partikelgrößenverteilungen zu bestimmen. Dazu stehen zwei Verfahren zur Verfügung: Beim Standardverfahren wird die gesamte zu siebende Probenmenge auf das feinste Sieb aufgegeben. Nach erfolgter Siebung und Rückwaage wird das Überkorn quantitativ auf das nächstgröbere Sieb gegeben und erneut gesiebt. Dieser Vorgang wird fortgeführt, bis die Probe komplett fraktioniert ist (s. Abb. 2, oben). Beim so genannten „Schweizer Verfahren“ wird die Probe zunächst auf die Anzahl der zu untersuchenden Korngrößenklassen geteilt und jede Teilmenge einzeln mit dem jeweiligen Sieb analysiert (s. Abb. 2, unten). Wichtig hierbei ist eine repräsentative Probenteilung, um die Korngrößenverteilung in allen Teilproben identisch zu halten. Die besten Ergebnisse bietet dabei ein Rotationsprobenteiler (z.B. Retsch PT 100), mit dem sechs, acht oder zehn gleiche Teilproben aus dem Ausgangsmaterial gewonnen werden können.Vorteil des Standardverfahrens ist der geringe Probenverbrauch während die Stärke des „Schweizer Verfahrens“ die höhere Genauigkeit ist. Eine Software-unterstützte Auswertung erleichtert und verkürzt die Datenverarbeitung und vermindert außerdem Anwenderfehler bei der Datenübertragung und Berechnung. Die Software (z.B. Easy-Sieve) führt den Anwender durch den gesamten Siebprozess. Dabei werden die Siebmaschine gesteuert und die Wägedaten ausgelesen, um nachfolgend normgerechte Protokolle zu erstellen und nach Bedarf unterschiedliche Kenngrößen zu ermitteln.

Fazit

Die Luftstrahlsiebung stellt ein wichtiges Instrument der Qualitätskontrolle feiner Schüttgüter dar. Moderne Technologien und die Möglichkeit der vielseitigen Auswahl an Siebparametern in Verbindung mit leistungsfähigen Auswertemitteln gewährleisten zuverlässige und reproduzierbare Siebergebnisse über einen langen Zeitraum.

*Dr. A. Theisen, Retsch GmbH, 42781 Haan

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