Leitsystem-Migration

Mobiles Datenmanagement zur Migration von Prozessleitsystemen

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Mobil und digital verknüpfen

Über das mobile Endgerät kann der Planer vor Ort auf die digitalisierten Bestandsdokumente zugreifen, diese mit der aktuell vorgefundenen Situation direkt vergleichen und gegebenenfalls anpassen. Trotz eines Prüfungsumfangs von etwa 550 Feldverteilern und zirka 4000 Feldgeräten konnte das Projekt auf diese Weise in einer Rekordzeit von zwei Monaten abgeschlossen werden.

Und das, obwohl es an vielen Stellen eine eindeutige Diskrepanz zwischen archiviertem Dokumentationsstand und der Realität gab. Immerhin 300 Rotkorrekturen waren nötig und zusätzlich wurden 50 nicht dokumentierte Feldverteiler erfasst. Doch auch hier erwies sich der Lösungsweg von Actemium als richtige Entscheidung. De Backer: „Alle Rotkorrekturen wären zunächst auf dem Papier entstanden und wir hätten später hunderte Dokumente erneut einscannen dürfen, um sie daraufhin an den Kunden weiterzuleiten.“

Aber nicht nur die Planungsunterlagen konnten direkt am Tablet aktualisiert werden, auch der Zustand der Feldverteiler ist nun wieder up-to-date und ebenso weiß der Betreiber nun, an welche Verteiler er noch Feldgeräte anschließen kann. Erfasst wurden auch die Geopositionen aller Objekte über die „Teach-In-Funktionalität“ – was es später ermöglicht, Personal ohne Ortskenntnis mithilfe eines mobilen Endgerätes durch die Anlage zu navigieren.

Um den Zustand der Anlagenteile noch genauer zu dokumentieren und sie besser identifizieren sowie abgleichen zu können, wurden alle verbauten Geräte und zugehörigen Kennzeichnungen auch fotografiert. Am Ende des Projekts hatten die Mitarbeiter von Actemium ein digitales Archiv von rund 8000 Bilddateien erschaffen, das eine Verwechslung der Geräte in Zukunft verhindert.

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Nach zweimonatiger Arbeit konnte das Team die Daten sowohl digitalisiert als auch strukturiert übergeben und das Projekt in Antwerpen erfolgreich abschließen. Eine Datenstruktur mit 3100 digitalen Ordnern und einem Datenvolumen von rund sieben Gigabyte waren in der Zwischenzeit entstanden. Nach einer manuellen Datenerfassung hätten, zu diesem Zeitpunkt, die Planungsunterlagen noch final bearbeitet werden müssen. Stattdessen musste das Team von Actemium die Daten zum Abschluss nur noch exportieren.

Actemium bietet ein Mietmodell an, das auch die Endgeräte beinhaltet. Für den Betreiber bleiben die Kosten überschaubar. Und für weitere Migrationsschritte wie Anlagenstillstand, Umbauarbeiten sowie der Wiederinbetriebnahme der drei Chemieanlagen könnte die mobile Lösung künftig erneut zum Einsatz kommen und die Arbeiten beschleunigen.

* * Der Autor ist Leiter der Business Unit Actemium Smart Solutions, Frankfurt/Main. Kontakt: Tel. +49-172-6525279

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