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Konjunktur-Umfrage Mittelständische Einkäufer suchen nach Einsparmöglichkeiten

| Redakteur: Alexander Stark

Eine Umfrage von den Einkaufsspezialisten der Kloepfel Group hat ergeben, dass 40 % der mittelständischen Einkäufer sich die Verhandlungsverluste der letzten Jahre von ihren Lieferanten zurückholen wollen. Für sie drehen sich die Verkäufermärkte immer stärker zu Einkäufermärkten. Insbesondere in den Bereichen Stahlprodukte, Stahl, Chemikalien und Kunststoffe.

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Rund 60 % der Einkäufer sehen derzeit noch keine Möglichkeiten, Verträge aufgrund der schwächeren Konjunktur neu verhandeln zu können.
Rund 60 % der Einkäufer sehen derzeit noch keine Möglichkeiten, Verträge aufgrund der schwächeren Konjunktur neu verhandeln zu können.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Düsseldorf – Die Kloepfl Group hat eine stichprobenartige Umfrage unter mittelständischen Einkäufern durchgeführt. Befragt wurden im Juli und August 186 Einkaufsmanager deutscher Mittelständler vorwiegend aus dem produzierenden Gewerbe. Zwei Fünftel der Befragten gaben dabei an, Verträge neu verhandeln zu wollen. Allerdings fehlt Dreiviertel der Befragten oft die Zeit und Manpower für Verhandlungen.

Branchenübergreifend gaben nur 7 % der Befragten an, dass Auftragsrückgänge die Existenz ihres Unternehmens gefährden. Die Mehrheit davon sind exportierende Unternehmen aus den Bereichen Automotive und Maschinenbau. Diese sind beispielsweise direkt oder indirekt von Handelskonflikten betroffen. Jeder zweite Teilnehmer gibt an, dass sich die Auftragsrückgänge noch in Grenzen halten. Auch hier finden sich viele exportierende Unternehmen. Bei jedem siebten Teilnehmer steigen die Aufträge sogar. Jeder vierte Befragte sagt, dass die Auftragslage seines Unternehmens sich nicht verändert hat.

Rund 60 % der Einkäufer sehen derzeit noch keine Möglichkeiten, Verträge aufgrund der schwächeren Konjunktur neu verhandeln zu können. Dem gegenüber stehen allerdings knapp 40 % aller Teilnehmer, die anderer Auffassung sind. Sie gaben bei der Umfrage an, dass man heute schon aufgrund der schwächeren Konjunktur Preise und Konditionen neu verhandeln kann. Diese Teilnehmer trumpfen in Verhandlungen mit den sinkenden Rohstoffpreisen auf. Dies betrifft besonders die Rohstoffe aus den Bereichen Stahl, Chemie und Kunststoffe.

Hohe Einsparungen im indirekten Einkauf

Zudem sehen die Einkaufsspezialisten im indirekten Einkauf sehr große Chancen für Einkäufer, um mit zweistelligen Einsparungen glänzen zu können. Laut CEO Marc Kloepfel konnten Einsparungen in Höhe von fünf bis 15 % vor allem beim indirekten Einkauf erzielt werden, da dieser oft kaum beachtet wird. Die Einkaufsabteilungen seien meist durch die zentralen Beschaffungsgüter so stark ausgelastet, dass die Gemeinkosten ungeprüft bleiben.

Eine weitere wichtige Frage der Online-Befragung war, ob denn die Einkäufer überhaupt genug Manpower zum Verhandeln haben. Hier gibt nur jede vierte Einkaufsmanager an, dass ihm dafür ausreichend Zeit zur Verfügung steht. Dreiviertel aller Befragten hingegen wünschen sich mehr Manpower, um sich für Verhandlungen mehr Zeit nehmen zu können.

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