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Small Talk Mit Small Talk zum beruflichen Erfolg

| Redakteur: Matthias Back

Small Talk bedeutet „kleines Gespräch“. Gemeint ist eine Unterhaltung über belanglose Alltäglichkeiten. Was so banal und unwichtig klingt, kann für die Karriere ein ganz entscheidender Faktor sein. Und das Beste: Man kann Small Talk lernen.

Erfolgreich Smalltalken hilft beim Erklimmen der Karriere-Leiter! Mit ein paar Tipps und Tricks ist guter Small Talk kinderleicht.
Erfolgreich Smalltalken hilft beim Erklimmen der Karriere-Leiter! Mit ein paar Tipps und Tricks ist guter Small Talk kinderleicht.
(JMG_pixelio.de)

Beruflicher Erfolg hängt nicht nur von Können und Kompetenzen ab, sondern auch und gerade vom geschickten Umgang mit Menschen. Wenn Sie mit ihrem Chef, Kunden oder Kollegen nett plaudern können, wirken Sie interessant und sympathisch. So können Sie wichtige Kontakte knüpfen, eine entspannte Arbeitsatmosphäre aufbauen und eine optimale Basis für Verhandlungen schaffen. Zudem geben Ihnen die kleinen Plaudereien Gelegenheit zur diskreten Selbstdarstellung. Mit etwas Geschick können Sie sich unaufdringlich als kompetent, selbstbewusst und freundlich präsentieren. All das erreichen Sie mit gelungenem Small Talk. Sie sehen schon: Sie Möglichkeiten des „kleinen Gesprächs“ sind groß und alles andere als belanglos.

Allerdings fällt es nicht jedem leicht, Small Talk zu führen. Viele sind unsicher, wie sie ein Gespräch beginnen sollen, vor allem wenn sie den Gesprächspartner nicht oder nicht gut kennen. Andere haben Sorge, zu viel von sich preiszugeben, zu aufdringlich zu wirken oder im wichtigsten Moment nicht weiterzuwissen. Welche Themen eignen sich für Small Talk? Wie wirke ich interessant und sympathisch? Auf diese Fragen kann man sich vorbereiten. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Der Gesprächseinstieg:

Vor dem Beginn des Small Talks fürchten sich viele Menschen. Wie soll man anfangen? Dabei ist es gar nicht so schwer, ein Gespräch zu eröffnen. Wichtig ist, dass Sie selbst entspannt sind. Wenn Sie Freundlichkeit und Offenheit ausstrahlen, wirken Sie sofort sympathisch. Ein guter Eisbrecher ist eine positive Äußerung über die Veranstaltung: „Wirklich ein gelungenes Fest, finden Sie nicht auch?“ Mit einer solchen Bemerkung greifen Sie zunächst die konkreteste Gemeinsamkeit zwischen Ihnen und Ihrem Gesprächspartner auf: Sie sind gemeinsam auf einer Veranstaltung. Mit der Frage nach der Meinung Ihres Gegenübers signalisieren Sie ihm Interesse an seiner Einstellung und seiner Person.

Wie geht es dann weiter?

Achten Sie schon zu Beginn des Gesprächs auf die Reaktionen Ihres Gegenübers. Nicht nur die Worte, auch die nonverbalen Signale sind wichtig. Zum Beispiel verrät die Körperhaltung viel über Ihren Gesprächspartner. Geht er auf den Einstieg ein? Stimmt er Ihnen zu? Entgegnet er etwas, das Sie Ihrerseits aufgreifen können? Dann haben Sie schon fast gewonnen. Beobachten Sie aufmerksam, welche Themen Ihren Gesprächspartner zu interessieren scheinen. Nur wenn alle Beteiligten Interesse am Gesprächsthema haben, vermeiden Sie Langeweile und hinterlassen ein angenehmes Gefühl und damit einen guten Eindruck. Sollte Ihr Gesprächspartner Ihnen signalisieren, dass er im Moment kein Interesse am Small Talk mit Ihnen hat, beenden Sie das Gespräch zügig und freundlich. Nehmen Sie eine solche Ablehnung nicht persönlich. Es kann sehr viele Gründe geben, auf die Plauderei nicht einzugehen, und die wenigsten haben mit Ihnen persönlich zu tun.

Welche Themen eignen sich für einen gelungenen Small Talk?

Gute Voraussetzung für interessante Gespräche ist eine gute Allgemeinbildung. Wenn Sie zu vielen verschiedenen Themen ein gewisses Grundwissen haben, ist es leichter, ein ungezwungenes Gespräch zu starten. Zudem macht eine solide Allgemeinbildung immer einen guten Eindruck. Gleiches gilt für das aktuelle Tagesgeschehen. Wenn Sie hier auf dem Laufenden sind, finden Sie schnell ein Gesprächsthema, das Sie beide interessiert.

Geeignete Themen für Small Talk sind vielfältig, zum Beispiel:

  • Beruf und Karriere („Haben Sie nicht auch mal in Abteilung xy gearbeitet?“)
  • Kultur („Gerade wurden ja die Wagner-Festspiele eröffnet. Waren Sie schon einmal dort?“)
  • Fernsehen und Kino („Was halten Sie vom neuen Moderator von „Wetten dass“?)
  • Urlaub („Was haben Sie im Urlaub vor?“)
  • Lebensqualität („Wohnen Sie nicht in xy? Da ist doch dieser schöne Park!“)

Auch technische Neuerungen, Einkaufsmöglichkeiten, bekannte Lokale, Möbel, Hobbys, bekannte Persönlichkeiten, Sport oder Mode bieten vielfältige Möglichkeiten für ein „kleines Gespräch“. Allzu tief müssen Ihre Kenntnisse in den einzelnen Bereichen nicht gehen, meistens bleibt das Gespräch eher an der Oberfläche. Versuchen Sie zudem nicht, tieferes Wissen vorzugaukeln, als sie tatsächlich haben. Die Gefahr, dabei ertappt zu werden, ist groß. Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten. Vielleicht haben Sie ähnliche Hobbys wie Ihr Gegenüber, haben die gleichen Bücher gelesen oder an der gleichen Uni studiert? Dann haben Sie den perfekten Aufhänger, um das Gespräch gekonnt weiterzuführen. Auch zurückhaltende Komplimente sind für einen Small Talk gut geeignet. Sie sollten aber unbedingt ehrlich gemeint sein. Achten Sie darauf, Ihr Kompliment nicht übertrieben zu formulieren und Ihr Gegenüber damit nicht in Verlegenheit zu bringen. Machen Sie Komplimente deshalb prinzipiell im Gespräch unter vier Augen.

Es gibt allerdings auch einige Themen, die für Small Talk eher nicht geeignet sind: Politik, Religion oder Geld sind Bereiche, die leicht für gedrückte Stimmung oder unerwünschte Auseinandersetzungen sorgen. Gleiches gilt für private Probleme, Krankheiten und Diffamierungen aller Art. Derartige Themen sollten Sie meiden.

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