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Auswertung von Diagnosedaten

Mit Sidap gemeinsam zu sicheren Prozessen

| Autor / Redakteur: Emanuel Trunzer* / Sabine Mühlenkamp

Eigentlich liefern Stellventile genügend Informationen darüber, ob und wie ein Prozess funktioniert. Diese zu sammeln, zu bewerten und zu einem vernünftigen Schluss zu kommen, ist Teil des Sidap-Projektes.
Eigentlich liefern Stellventile genügend Informationen darüber, ob und wie ein Prozess funktioniert. Diese zu sammeln, zu bewerten und zu einem vernünftigen Schluss zu kommen, ist Teil des Sidap-Projektes. ()

Big-Data-Analysen in der Prozessindustrie sind häufig aufgrund heterogener Datenquellen komplex. Zur Herausforderung werden sie aber auch, weil häufig eine sichere statistische Basis fehlt. Im Sidap-Projekt wurde daher ein Weg gefunden, die Daten nicht nur einer Messstelle zu analysieren, sondern standort- und unternehmensübergreifend viele Messdaten anonymisiert zu verarbeiten.

Die Zahl der Messstellen in der Prozessindustrie geht in die Hunderttausende, und selbst die Zahl der Stellventile ist hoch. Damit sollte eigentlich eine ausreichend statistisch gesicherte Basis bereitstehen, um eine vorausschauende Wartung zu ermöglichen. Doch das Gegenteil ist der Fall – an Daten über Fehler oder gar Ursachen heranzukommen, ist in der Praxis alles andere als einfach.

Warum sind Stellventile so wichtig? Stellventile sind fast die einzigen Aktoren, die aktiv in den Prozess eingreifen. Sie stehen im Mittelpunkt des Geschehens und sind schon allein aus diesem Grund besonders interessant, wenn es darum geht, einen Prozess so effizient wie möglich zu betreiben. Zum einen, weil es fatal wäre, wenn ein Stellventil ausfiele, gerade weil diese oft an neuralgischen Punkten sitzen. Zum anderen aber auch, weil sie wichtige Informationen über den Prozess selbst liefern können.

* Der Autor ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme der TUM, Garching. Kontakt: Tel. +49-89-289-16448

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