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Mit Serialisierung aktiv gegen Piraterie

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Im Zuge des Serialisierungsprojekts wurde auch die Zahl der Etiketten-Layouts um 90 Prozent reduziert.
Im Zuge des Serialisierungsprojekts wurde auch die Zahl der Etiketten-Layouts um 90 Prozent reduziert. (Bild: Honeywell)

F. Hoffmann-La Roche stellte frühzeitig die Produktion und Lieferkette auf die Serialisierung von Arzneimitteln um und leistet damit einen wichtigen Beitrag für einen besseren Patientenschutz. Ganz nebenbei wurde auch das Layout der Etiketten vereinheitlicht.

Backpulver, Sägemehl oder gefärbtes Wasser – solche und ähnliche Bestandteile lassen sich leider immer wieder in gefälschten Medikamenten nachweisen, die mittlerweile nicht unerhebliche Anteile des Pharma-Marktes ausmachen. Abgesehen von den gesundheitlichen Risiken für die Patienten verlieren Hersteller und Länder durch diese Betrügereien Milliarden Umsätze pro Jahr.

Vor diesem Hintergrund gibt es weltweite Bestrebungen, sämtliche Arzneimittel mit fälschungssicheren Verpackungen zu versehen. Korea, die Türkei, Brasilien, USA, China und die EU haben verschiedene Gesetze verabschiedet, die innerhalb der nächsten drei Jahre nach und nach in Kraft treten. Die EU-Fälschungsrichtlinie FMD (Falsified Medicines Directive) tritt im Jahr 2019 in Kraft.

Mobiler Echtheits-Check

Die größte Herausforderung für die Pharmaunternehmen besteht in der von allen Staaten geforderten Serialisierung der Produkte auf Stückebene. Jede einzelne Verkaufseinheit muss mit einer eindeutigen und randomisierten Seriennummer versehen sein, die zusammen mit den Produktdaten in einer behördlichen Datenbank hinterlegt ist. In der Auszeichnung der Verkaufseinheit wird diese bis zu 20-stellige Nummer in Form eines GS1-Barcodes (2D) aufgedruckt, der zudem die weltweit gültige Global Trading Item Number, kurz GTIN, das Verfallsdatum und die Chargennummer enthält.

Durch das Scannen des Barcodes mit einem mobilen Endgerät kann an jedem Punkt der Lieferkette geprüft werden, ob es sich um eine legitime Verkaufseinheit handelt. Das mobile Endgerät nimmt dabei via Internet Kontakt mit dem zentralen Datenbankrechner auf, prüft die Echtheit der Seriennummer und liest die hinterlegten Produktinformationen aus. Der Anwender kann dann sofort am Display des mobilen Endgerätes die Echtheit des Produktes verifizieren.

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