World Energy Dialogue 2008 Mit moderner Kraftwerkstechnologie sind Wirkungsgrade über 90 Prozent erreichbar

Redakteur: Marion Wiesmann

Im Fokus des dritten World Energy Dialogue, der am 22. und 23. April im Rahmen der Hannover Messe stattfand, stand der effiziente Ausbau von Kraftwerken und Netzen vor dem Hintergrund akuter Klimaschutz-Herausforderungen sowie des wachsenden Energiebedarfs.

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Der World Energy Dialogue fand 2008 bereits zum dritten Mal statt.
Der World Energy Dialogue fand 2008 bereits zum dritten Mal statt.
( Bild: Deutsche Messe )

Hannover – Bis zum Jahr 2030 rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) mit einem Anstieg der Primärenergienachfrage von 50 Prozent. Über diese Herausforderung „Die Bereitstellung der zusätzlich benötigten Mengen stellt eine gewaltige Aufgabe dar. Wir müssen also eine tragfähige Brücke bauen, um von unserer jetzigen Wirtschaftsweise in eine CO2-ärmere Zukunft zu gelangen“, erklärte Jürgen R. Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) beim World Energy Dialogue. „Unsere Kraftwerksbauer bieten Kraftwerke an, deren Wirkungsgrade deutlich über 50 Prozent liegen. Und dies kann noch gesteigert werden. Wir verfügen über eine ausgefeilte Kraft-Wärme-Kopplungstechnologie. Mit solchen Kombinationskraftwerken können Wirkungsgrade von über 90 Prozent erzielt werden“, so Thumann, der Deutschland bei der Nutzung erneuerbarer Energien in einer Führungsrolle sieht und auf dem World Energy Dialogue eine entschlossene Modernisierung aller Erzeugungsformen sowie den effizienten Netzausbau forderte.

Japan ist Spitzenreiter bei Energieeffizienz

„Japan hat schon eine nationale Strategie, das ist im internationalem Vergleich eine vorbildliche Ausnahme“, kommentierte der Chairman des World Energy Dialogue, Prof. Dr. Klaus Töpfer, anerkennend die aktuelle Entwicklung in Japan, Partnerland der diesjährigen Hannover Messe. Hintergrund: Im März 2008 hat Japan einen ambitionierten Grundplan für Energie verabschiedet und damit eine globale Vorreiterrolle eingenommen. Ein wesentliches Instrument zur Steigerung der Energieeffizienz ist hierbei ein Anreizsystem, das zur Entwicklung und Markteinführung energieeffizienter Lösungen beiträgt.

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