Rohrbündelwärmetauscherreinigung Mit Kraft zum Erfolg – Rohrbündel effektiv und günstig reinigen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Alternatives Reinigungsverfahren für Rohrbündelreinigung: Die spanabhebende Reinigungsmethode sorgt für vollständige, metallblanke Belagsentfernung und schließt Rohrbeschädigungen aus. Das Reinigungsverfahren erfolgt so rohrschonend, dass sogar Graphitröhrenwärmeaustauscher vollständig regeneriert werden.

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Beim Reinigungsverfahren kann auf chemische Vorbereitung verzichtet werden und Emissionen sowie Energiekosten werden reduziert.
Beim Reinigungsverfahren kann auf chemische Vorbereitung verzichtet werden und Emissionen sowie Energiekosten werden reduziert.
(Bild: AC Rädler)

Totalverblockungen sind oft das Ende eines Wärmeaustauschers. Ein ausgezeichnetes Verfahren hat schon einige solcher Wärmeaustauscher vor der Verschrottung gerettet und dem Betreiber damit teure Investitionen erspart. Das RTC (Rädler Tube Cleaning)-Reinigungsverfahren erhielt 2014 den Umweltpreis der Stadt Wien und erzielte 2015 den Energy Globe Award des Landes Kärnten, für seine ressourcenschonende Arbeitsweise.

Der RTC-Einsatz macht es möglich, Totalverblockungen in einem Arbeitsgang rohrschonend in kurzer Zeit zu entfernen und die volle Tauscherleistung für den Betreiber zu regenerieren. Bei dieser Reinigungstechnik können an Stelle von Spezialbohrköpfen auch Spezialbürsten eingesetzt werden für den Reinigungseinsatz bei schlammartigen Belägen. Der Einsatzbereich dieser Reinigungsmethode ist für Rohrlängen von 1000-2000 mm horizontal und bis zu 8000 mm vertikal sowie für Rohrdurchmesser von 12-60 mm geeignet.

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Die Besonderheit der Reinigungstechnik ist eine schonende, spanabhebende Anwendung. Eine Maschinenführung vor bzw. über dem Wärmeaustauscher gewährleistet, dass der Hydraulikzylinder zur Führung der Bohrsonde entsprechend der Längsachse vor bzw. über den Tauscherrohren positioniert wird. Ein weiterer wichtiger Qualifizierungssprung ist der Einsatz von sonderangefertigten Spezialbohrköpfen mit Messingführung, die dem jeweiligen Innenrohrdurchmesser mit einer minimalen Differenz zum Innenrohr gefertigt werden. Durch die Messingführung der Bohrköpfe und die exakte Maschinenführungspositionierung sind Rohrbeschädigungen ausgeschlossen, so der Anbieter.

Referenzbeispiele

Durch die Maßhaltigkeit des Bohrkopfes mit Messingführung werden zwangsläufig sämtliche Beläge aus dem Innenrohr zermahlen. Das Ergebnis: Eine metallblanke Innenrohroberfläche, gleichmäßig von Rohranfang bis Rohrende. Herkömmliche Reinigungsverfahren reißen mit hohen Drücken die Beläge durch die Rohre, wodurch eine gewisse Rohrrauigkeit verbleiben muss. Totalverblockungen sind oft teure und aufwändige Prozeduren. Die RTC-Reinigungsmethode kann Abhilfe schaffen.

In der Bildergalerie des Artikels finden Sie eine Tabelle mit Reinigungsverfahren im direkten Vergleich sowie Bilder von verschiedenen Anwendungsbeispielen.

Ein Graphitröhrenwärmeaustauscher wurde mit 40 bar Hochdruck und Bürsten vorgereinigt, die Rohrverblockungen konnten allerdings nicht beseitigt werden. Anschließend entfernte RTC sämtliche Restbeläge und regenerierte die verblockten Tauscherrohre bei der horizontalen Reinigung. Eine anschließende Druckprobe bestätigte die Dichtheit des Tauschers für eine Wiederinbetriebnahme. Der Betreiber, ein Schweizer Chemiekonzern, war mit dieser Reinigung so zufrieden, dass sie künftig auf die Vorreinigung verzichten wollen.

Einfache Arbeitsweise

Die RTC-Reinigungsmethode hat nicht nur bei der Belagsentfernung die Nase vorne, sondern auch beim Betriebsmitteleinsatz. Für die spanabhebende Arbeitsweise des RTC wird ein E-Motor mit 2,5 kWh und eine Pumpe mit 2,5 kWh, für 12 bar eingesetzt. Für die Kühlung und Spülung während dem Bohrvorgang gehen etwa acht bis zehn Liter Wasser verloren, für die Hydraulikfunktion werden etwa 20 Liter Wasser benötigt, das aus einem Pufferfass gespeist und in einem Kreislaufsystem rückgeführt werden.

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Für die Reinigungsarbeit sind ein bis zwei Personen vorgesehen, die sich gegenseitig bei der Arbeit abwechseln. Der Vor- und Rück- trieb der Reinigungssonde in das Tauscherrohr wird von einem Steuerpult aus geregelt. Die Reinigungsarbeit ist absolut ungefährlich und einfach zu handhaben. Immer wieder staunt Sigrun Rädler, Eigentümerin der Firma AC Rädler Umwelttechnik, mit wieviel Begeisterung betriebseigenes oder Dienstleistungspersonal den RTC bedienen. Es gibt offenbar eine technische Affinität, jedes Rohr wie am Steuer eines Autos zu befahren.

Lebenszyklus des Rohrbündelwärmetauschers verlängern

Durch den niedrigen Betriebsmittelverbrauch leistet das Reinigungsgerät einen erheblichen Beitrag zur Ressourcenschonung und Emissionsreduktion. Des Weiteren mindert die hochwertige Belagsentfernung den Kostendruck auf Wärmeübertrager durch minimierte Energie-/Leistungskosten und entlastet vor- bzw. nachgelagerte Pumpen. Die Anlagen-Nachhaltigkeit, bzw. der Lebenszyklus wird verlängert.

Für dieses Kostenbewusstsein will AC Rädler die Verantwortlichen in der Instandhaltungsindustrie auf den Plan rufen. Während Hochdruck-Reinigungstechnik für vielfältige Reinigungsarbeiten in der Instandhaltungsindustrie benötigt wird, beschränkt sich das RTC-Reinigungsverfahren ausschließlich auf die Innenrohr-Belagsentfernung aus Rohrbündelwärmeaustauschern – dafür sehr effizient und auf hohem Niveau.

Hochdrucktechnik und RTC- Technik sollen sich sinnvoll ergänzen und nicht ausschließen, so Rädler. Diverse Beispiele belegen, dass eine Reinigungsmethode auf die Belagsart abgestimmt werden sollte und nicht ein Einheitsverfahren überall erfolgreich einsetzbar ist.

In der Bildergalerie des Artikels finden Sie eine Tabelle mit Reinigungsverfahren im direkten Vergleich sowie Bilder von verschiedenen Anwendungsbeispielen.

Eine erweiterte Version des Artikels finden Sie auch im kürzlich erschienen Ergänzungsband des Fachbuchs „Wärmeübertrager-Reinigungssysteme“ von PP Publico Publications. Weitere Informationen zu den Fachbüchern finden Sie auf der Website von PP Publico Publications.

* Kontakt zu AC Rädler: Tel. +43-676-3746509

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