Industrie 4.0 im Anlagenbau

Mit Industrie 4.0 aus der Krise: So soll die Digitalisierung zur Trumpfkarte für den Anlagenbau werden

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14 % erwarten auf dieser Basis sogar einen zusätzlichen Gewinn von über zehn Prozent in den kommenden fünf Jahren. „Diese Einschätzung verdeutlicht die mit der Digitalisierung verbundenen beträchtlichen Potenziale für weiteres Wachstum“, so Nowicki.

Deutschland sucht den Digital-Anlagenbauer

Insbesondere im Servicegeschäft birgt die Kombination von Big-Data-Analyse, Deep-Learning und digitalen Plattformen erhebliches Potenzial. Die umfassende Vernetzung von Prozessen und Feldgeräten lässt schon heute immense Einblicke in die Produktion zu, wenn man den Daten in die Karten schauen kann.

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„Es ist offensichtlich, dass die Verarbeitung und Analyse von Daten eine wesentliche Schlüsselkompetenz im Zusammenhang mit Industrie 4.0 ist“, erläutert Marc Artmeyer, Geschäftsführer und Industrie-4.0-Experte bei Maexpartners.

„Dies wird vermutlich auch Auswirkungen auf die Nutzungsmodelle im Anlagenbau haben. So könnten neue Vertragstypen wie das „Performance Based Contracting“ oder das „Pay per Use“, bei denen der Kunde lediglich für den Abruf von Leistungen bezahlt, zukünftig eine wichtigere Rolle spielen.“

Doch eine gute Karte reicht nicht – man muss sie auch spielen können. Und da hat der Großanlagenbau seine Hausaufgaben gemacht: 70 % der Unternehmen glauben, dass ihr Unternehmen heute sehr gut oder gut auf die Digitalisierung vorbereitet ist. 2015 waren erst 39 % dieser Ansicht.

„Ein tieferes Verständnis für die Bedeutung von Industrie 4.0 hat zu dieser neuen Wahrnehmung im Anlagenbau beigetragen“, erklärt Artmeyer. Dabei profitieren die Unternehmen auch von Veränderungen in den betrieblichen Organisationshierarchien, etwa der Schaffung neuer Führungspositionen und Abteilungen.

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