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Industrie 4.0 im Anlagenbau

Mit Industrie 4.0 aus der Krise: So soll die Digitalisierung zur Trumpfkarte für den Anlagenbau werden

| Autor / Redakteur: Dominik Stephan* / Anke Geipel-Kern

(Bild: ©stockphoto mania, ©Nikolai Sorokin - stock.adobe.com)

Darum setzt der Großanlagenbau auf Digitalisierung – Die Anlagenbauer suchen nach Wegen aus der Dauerkrise – und sind bei Industrie 4.0 fündig geworden. Jetzt sollen digitale Geschäftsmodelle, Big-Data-Analyse und Preventive Maintenance das klassische Planungs- und Projektgeschäft ergänzen. Doch dazu braucht es nicht nur den Mut neue Wege zu gehen…

Der Großanlagenbau läuft seit dem Asien-Boom Anfang der 2000er dem Markt hinter her. Neue Wettbewerber, Wirtschaftskrise und der Rohstoffwandel stellen gewachsene Wertschöpfungsketten gehörig auf den Kopf. Jetzt sucht die Branche fieberhaft nach einer Trumpfkarte im Poker um das umkämpfte Business mit Großprojekten in aller Welt.

Auch 2016 brachte keine Trendwende – im Gegenteil: So wenig Aufträge wie zuletzt 2004 und einen Bestellungs-Rückgang um drei Prozent auf 18,9 Milliarden Euro wirken sich auch auf die Beschäftigtenzahlen aus. Mit 57600 Mitarbeiter lagen diese zwei Prozent unter denen des Vorjahres.

„Angesichts des herausfordernden Umfelds, das von niedrigen Rohstoffpreisen, Überkapazitäten, starkem Preis- und Wettbewerbsdruck sowie vielfältigen politischen und wirtschaftlichen Risiken geprägt ist, werten wir es als Zeichen hoher Wettbewerbsfähigkeit, dass der Großanlagenbau sich insgesamt nahezu stabil in seinen Märkten behaupten konnte“, erklärt Jürgen Nowicki, Sprecher der Geschäftsleitung der Linde Engineering Division und Sprecher der VDMA Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau.

Besonders die Konkurrenz aus Asien setzt den Firmen zu. Nach Anbietern aus Korea sind es jetzt chinesische Anlagenbauer, die von relativ niedrigen Anschaffungspreisen und staatlicher Förderung bei der Projektfinanzierung profitieren können.

Mögen etablierte Player noch so häufig darauf hinweisen, dass bei scheinbaren Billigangeboten die höheren Betriebskosten häufig den Preisvorteil bei Bau und Planung der Anlage aufwiegen, die China-Anlage liegt voll im Trend. Anbieter aus dem „Reich der Mitte“ kontrollieren etwa 18 % des Weltmarktes – Tendenz steigend.

Vermehrt Anlagenbauprojekte in Asien (Bildergalerie)

Neuausrichtung und Tech-Offensive: Das Engineering schlägt zurück

Kein Wunder, dass 46 % der Führungskräfte über sehr starken Konkurrenzdruck klagen. Und die neuen Mitbewerber sind gekommen, um zu bleiben: In den kommenden drei Jahren erwarten 68 % der Manager eine deutliche Intensivierung des Wettbewerbs.

Entsprechend stehen die Anlagenbauer vor einer umfassenden Neuausrichtung: Mit Angeboten im Projekt- und Risikomanagement sollen die Konstruktionsdienstleister zu ganzheitlichen Lösungsanbietern werden. Doch auch technisch bohrt die Branche ihr Portfolio auf, um der Billig-Konkurrenz ein Schnippchen zu schlagen.

Chemie 4.0 – Wo geht´s lang für die Branche?

Studie Chemie 4.0

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28.09.17 - Die Digitalisierung bietet der Chemie jede Menge Chancen. Wie Chemie 4.0 zu neuen Geschäftsmodellen und mehr Nachhaltigkeit führen sollen, zeigt eine neue Studie, die der VCI vorgestellt hat. lesen

Chancen und Risiken: Darum begrüßen Anlagenbauer die Industrie 4.0

So soll die Digitalisierung zur Trumpfkarte der Anlagenbauer werden: „Der Großanlagenbau nutzt die Möglichkeiten von Industrie 4.0 gezielt, um Umsätze zu erhöhen, Produktentwicklungszeiten zu verkürzen und Kosten zu senken“, erklärt Jürgen Nowicki, Sprecher der AGAB und Mitglied des Board of Directors der Linde Engineering Division.

Die Chance, die sich der Branche durch neue Organisationsformen, digitale Angebote und Geschäftsmodelle ergeben, bewerten immerhin 72 % der Anlagenbauer als sehr relevant...

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