Haltbarmachung von Lebensmitteln Mit Hochdruck gegen Keime: Thyssenkrupp nimmt HPP-Zentrum in Betrieb

Redakteur: Alexander Stark

Wie geplant hat das deutschlandweit größte Zentrum zur Hochdruckbehandlung von Lebensmitteln im niedersächsischen Quakenbrück seinen Betrieb aufgenommen. Die ca. 630 m2 große Einrichtung liegt im Business- und Innovationspark Quakenbrück (BIQ) in direkter Nähe zum DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik, mit dem der Anlagenbauer im Bereich Forschung und Entwicklung eng zusammenarbeitet.

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Die Hochdruck-Pasteurisierung (auch High Pressure Processing oder HPP) von Thyssenkrupp ermöglicht eine schonende Haltbarmachung von Lebensmitteln.
Die Hochdruck-Pasteurisierung (auch High Pressure Processing oder HPP) von Thyssenkrupp ermöglicht eine schonende Haltbarmachung von Lebensmitteln.
(Bild: Thyssenkrupp)

Essen – Die Hochdruck-Pasteurisierung (auch High Pressure Processing oder HPP) von Thyssenkrupp ermöglicht eine schonende Haltbarmachung von Lebensmitteln – ganz ohne den Einsatz von Hitze oder chemischen Zusatzstoffen. Dabei wird Hochdruck von bis zu 6000 bar genutzt, um schädliche Organismen wie Keime, Pilze oder Hefen zu deaktivieren. Das neue HPP-Zentrum von Thyssenkrupp in Quakenbrück soll Kunden dabei unterstützen, dem anhaltenden Trend zu möglichst naturbelassenen, hochwertigen Lebensmittel nachkommen zu können.

Quakenbrück ist eines der wichtigsten Forschungs- und Technologiezentren der deutschen Lebensmittelindustrie. Daher bietet das neue HPP-Zentrum die Zusammenführung von Grundlagen- und Anwendungsforschung mit industrieller Umsetzung. Schon in der näheren Umgebung finden sich zahlreiche produzierende Betriebe, so dass Kunden aus der Region kurze Wege vorfinden. Durch die lückenlosen Kühlkette im HPP-Zentrum werden bereits jetzt Produkte aus ganz Deutschland dort behandelt.

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Die Lage des HPP-Zentrums in direkter Nähe zum DIL erleichtert praxisnahe Entwicklungen und eine schnelle Umsetzung in die Herstellungsprozesse. Neben der Behandlung von bis zu 26 Tonnen Lebensmitteln am Tag können Kunden und Interessenten im HPP-Zentrum auch Versuche durchführen lassen. So lässt sich unkompliziert feststellen, welche Produkte für die HPP-Behandlung geeignet sind und wie man sie noch verbessern kann. Das betrifft z.B. die Verpackungen und die verwendeten Rezepturen. Das Einzugsgebiet für das HPP-Zentrum sind neben Deutschland die Benelux-Staaten sowie unsere nördlichen und östlichen Nachbarländer.

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