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Produktpiraterie

Mit High-Tech gegen Piraten: Im Kampf gegen Fälscher und Plagiatoren

| Autor / Redakteur: Robert Horn / Matthias Back

Vorteile eines weltweiten Netzwerkes

Ähnlich wie Wika reagiert auch Schaeffler auf jeden Fall individuell: „Wir arbeiten weltweit mit Ermittlern und sogenannten IP-Agencies zusammen, um möglichst effektiv Fälschungen beschlagnahmen zu lassen. Dafür nutzen wir die landesspezifischen rechtlichen Möglichkeiten, etwa zivilrechtliche, strafrechtliche und verwaltungsrechtliche Verfahren. Wir wählen jeweils das Verfahren aus, das in dem betroffenen Land am effektivsten ist. Wir scheuen uns aber auch nicht, mit betroffenen Händlern direkt Kontakt aufzunehmen, sie aufzufordern, eine strafbewehrte Unterlassungsverpflichtung abzugeben und uns weitere verfügbare Informationen zu liefern“, erläutert Giese.

Es braucht die Kräfte vor Ort

Die IP-Agencies sind dabei ein wichtiges Vor-Ort-Instrument, weil sie direkt mit den Behörden zusammenarbeiten. „Bei solchen Aktivitäten haben wir alleine 2015 mehr als 550.000 gefälschte Teile, annähernd über das gesamte Produktportfolio hinweg, beschlagnahmen lassen.“ Rund 4,3 Mio. Euro Umsatzschaden hat das Unternehmen im letzten Jahr so verhindert – auch wenn der exakte Schaden schwer zu beziffern ist. Giese setzt aber auf das Gesamtpaket der Maßnahmen: „Wir bekommen regelmäßig Rückmeldungen, dass der Anteil von Fälschungen unserer Produkte insgesamt zurückgegangen ist. Dies ist nicht nur auf die Beschlagnahmungen zurückzuführen, sondern auch auf alle begleitenden Maßnahmen, wie Öffentlichkeitsarbeit oder proaktive Schritte. Von derartigen Maßnahmen gehen auch Abschreckungseffekte aus.“

Das Ziel muss sein, den Markt auszutrocknen

Abschreckungseffekte, die Produktpiraterie nicht besiegen können. Aber dazu beitragen, den Markt für Fälscher auszutrocknen. „Man kann das letztendlich nur erschweren“, sagt auch Volker Bartels, Vorsitzender des APM. „Ich rate immer, schon im Vorfeld aktiv zu werden. Ganz wichtig ist es, dass man, wenn man die Möglichkeit hat, Schutzrechte anzumelden, das auch tut. Schutzrechte, die man nicht angemeldet hat, kann man nicht durchsetzen.“ Vor allem sei es wichtig, bei Verbrauchern ein Bewusstsein zu schaffen und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Und: Anstatt das Problem totzuschweigen, sollten betroffene Unternehmen lieber offensiv damit umgehen und ihre Kunden vor Fälschungen auf dem Markt warnen, so Bartels. Bringt man Verbraucher dazu, ein ähnliches Bewusstsein zu entwickeln wie etwa bei Bio-Produkten, dann wäre das ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Und es würde den ewigen Kampf der Unternehmen gegen Fälscher deutlich erleichtern.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke MM Masc

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