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Bilanz bei Endress+Hauser

Mit Diversifikation Geschäft robuster machen

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Ein anderes Thema, dass das Management besonders beschäftigt, ist das untere Ende des Marktes – oder, wie es im Englischen heißt: Low End of the Market. Hier geht es um Produkte, die auf einfache Messaufgaben zugeschnitten sind. In diesem Bereich habe sich der Wettbewerb intensiviert, auch durch neue Anbieter, die in diesen Markt drängen. Dabei müsse E+H nicht nur sein Produkt-Portfolio pflegen, sondern auch die eigenen Vertriebskanäle verbessern, erklärt Altendorf die Strategie.

Gerade was den Online-Vertrieb und alternative Vertriebsformen angeht, sieht das Management Handlungsbedarf. Vor diesem Hintergrund wurde das Konzept des Internet-Auftritts gründlich überarbeitet mit dem Ziel, Kunden überall auf der Welt mehr und bessere Informationen zur Verfügung zu stellen.

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Breiter Branchenansatz stützt Wachstum

Bei den Absatzbranchen hat nach Auskunft von Michael Ziesemer, COO bei E+H und designierter ZVEI-Präsident, die Chemische Industrie wieder die Führung übernommen, „nach einem ausgesprochen guten Jahr mit vielen großen Projekten in Europa und weltweit“. Zweistellig zugelegt haben demnach auch die Lebensmittelindustrie sowie Kraftwerke und Energie. Im einstelligen Bereich habe sich die Life Sciences, Öl und Gas, Wasser und Abwasser, die Grundstoffindustrie sowie die Erneuerbaren Energien bewegt, so Ziesemer. Rückläufig entwickelt hätten sich dagegen die Papier- und Zellstoffindustrie sowie die Metallerzeugung. Beide Branchen kämpfen mit weltweiten Überkapazitäten. „Über alles betrachtet, war unser Wachstum aber wieder breit abgestützt über die verschiedenen Industrien.“

Technologie-Trends im Blick

Technologisch beschäftigt die Messtechnik- und Automatisierungsexperten weiterhin die Digitalisierung und Vernetzung in der Welt der Verfahrenstechnik. So setzt sich nach Aussage von Ziesemer der Trend zu Wireless-Anwendungen fort, etwa in der Öl- und Gas-Industrie. Dort gebe es insbesondere im Upstream-Bereich Anlagen mit sehr ausgedehnter Topologie, wo der Einsatz von WirelessHart überaus sinnvoll sei.

„Im Fokus unserer Kunden steht auch die Integration von Produktions- und Geschäftsprozessen, denn sie können dadurch ihre Effizienz deutlich steigern. Wir haben hier standardisierte Wege, unsere Geräteinformationen in die IT-Systeme unserer Kunden einzubinden, die wir 2013 noch einmal stark vereinfachen konnten“, erklärte Ziesemer.

Mehr und mehr an Bedeutung in der Prozessautomatisierung gewinnt laut Endress+Hauser auch EtherNet/IP als Kommunikationsprotokoll. Mehr dazu sowie den Ausblick auf 2014 finden Sie auf der nächsten Seite.

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