Molkereitechnik

Mit der grünen Molkerei Energie und Wasser sparen

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Trockensubstanzgehalte von 30 Prozent

Basierend auf dem Prinzip der Membranfil­tration ist ein Prototyp zur Milchkonzentrierung entstanden, „mit dem wir in der Lage sind, Trockensubstanzgehalte von 30 Prozent oder mehr zu erreichen“, sagt Dr. Christoph Glasner vom Fraunhofer Umsicht, der das Projekt koordiniert hat.

Die Skalierbarkeit der Technologie und die Anpassungsfähigkeit durch die eingesetzten Membranen erlaubt es, die Konzentrierung an unterschiedlichen Stellen des Milch­transports und der -verarbeitung anzugliedern. So muss beispielsweise nicht mehr die Milch, sondern lediglich das verdichtete Konzentrat zur Molkerei transportiert werden. So sind weniger Milchsammelwagen nötig, was wiederum den Energieverbrauch beim Transport als auch den Reinigungsaufwand der Wagen senkt.

Die Aufbereitung von Schmutz-​wasser war ebenfalls ein Schwerpunkt des Projektes: Denn das in der Produktion und Anlagenreinigung zwingend anfallende Abwasser ist organisch hoch belastet. Mittels Membrantechnologie lässt es sich aufreinigen und die eingesetzten Chemikalien wiedergewinnen, um es in geschlossenen Kreisläufen wieder einzusetzen. Auf diese Weise wird eine ganzheitliche umweltfreundliche, industrielle Produktion gewährleistet.

Onlinerechner zeigt Potenzial

„Im Susmilk-Onlinerechner können Molkereien übrigens kalkulieren, wo die Verbesserungspotenziale ihres Betriebs liegen“, sagt Glasner. Das Tool basiert auf den Daten der Pilotanwendungen und berechnet beispielsweise, wie viel Wassereinsparungen durch die Wiedergewinnung von CIP-Lösungen möglich wären oder wie viel Membranfläche für die Milchkonzentration notwendig ist. „Für detaillierte Analysen, die die Individualität der Molkerei berücksichtigen, müssten sich die Unternehmen allerdings direkt an uns wenden.“

Eine abschließende Evaluation des Susmilk-Konzepts konnte zeigen, dass der Einsatz der im Projekt entwickelten Module je nach Molkerei eine signifikante Energie- oder Wassereinsparung herbeiführen kann: So kann mit Susmilk die Milchindustrie in Europa bis zu 50 Prozent der Gesamtenergie reduzieren. Zudem sind Einsparungen von 30 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs möglich. Dabei könnten fossile Energiequellen zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien ersetzt werden. WÜH

* * Kontakt zu Fraunhofer Umsicht: Tel.+49-208-8598-1133

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