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Molkereitechnik

Mit der grünen Molkerei Energie und Wasser sparen

| Redakteur: Manja Wühr

Ein EU-Projekt zeigt, wie sich in Molkereien Energie und Wasser einsparen lassen. Die Milchindustrie sieht sich mit einem steigenden Kostendruck konfrontiert. Nun zeigt das EU-Projekt Susmilk Wege aus der Kostenfalle. Entwickelt wurde u.a, ein Membranfiltrationsverfahren, das die Milch auf bis zu 30 Prozent der Trockenmasse aufkonzentriert.

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Prototyp zur Konzentrierung von Milch
Prototyp zur Konzentrierung von Milch
(Bild: Acram)

Europäische Molkereien setzen jährlich 130 000 GWh Energie zur Milchproduktion ein. Allein die Produktion von einem Liter Milch benötigt etwa 1,2 Liter Wasser. Zudem durchlaufen Milchprodukte während ihrer Verarbeitung eine Vielzahl von Heiz- und Kühlprozessen.

Hier setzt das EU-Projekt Susmilk an. Unter Leitung des Fraunhofer Umsicht haben die europäischen Projektpartner Module entwickelt, die in bestehenden Molkerei-Infrastrukturen Energie- und Wasserein- sparungen ermöglichen.

Event-Tipp der Redaktion Das von PROCESS organisierte Energy Excellence Forum am 10. Mai 2017 im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main zeigt eine Vielzahl von technischen Konzepten und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz auf. Welche Themen beim letztjährigen Energy Excellence Forum diskutiert wurden, lesen Sie in unserem Beitrag „Energiekosten sparen – wettbewerbsfähig bleiben“.

Individueller Baukasten

So ermöglicht beispielsweise die im Projekt entwickelte gasbetriebene Hochtemperaturwärmepumpe, die überschüssige Wärme einer Molkerei für andere Prozesse nutzbar zu machen. Eine weitere Möglichkeit zur Energieeinsparung bieten verbesserte Solarpanele, die auch für höhere Temperaturniveaus nutzbar sind und Solarwärme als erneuerbare Energiequelle zur Verfügung stellen.

Mit Abwärme und Solarwärme arbeitet ebenso der von Susmilk-Projektpartnern entwickelte Absorptionskühler, den Molkereien für Kühlprozesse einsetzen können. Diese Lösung verzichtet auf elektrische Kühl­energie und ermöglicht es, unabhängiger gegenüber Energieversorgern zu werden.

Ein weiterer Baustein aus der Fraunhofer-Forscher ist die energieeffiziente Herstellung von Milchkonzentrat, aus dem sich beispielsweise Käse oder Joghurtprodukte herstellen lassen.

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