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Förderbandwagen

Mit dem Förderbandwagen schnell vom Lkw auf die Schiene

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Der Förderbandwagen für die Entladung von Düngern und Salzen fährt auf umgekehrter V-Schiene.
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Der Förderbandwagen für die Entladung von Düngern und Salzen fährt auf umgekehrter V-Schiene. (Bild: Apullma)

Flexibel, einfach und robust – dies sind die Merkmale der neuen Förderbandwagen, die vor allem für Umschlagplätze von Schüttgutproduzenten gedacht sind. So lässt sich u.a. das Förderband über eine Hydraulik an unterschiedliche Ausgabesituationen anpassen.

Der selbstfahrende Förderbandwagen ist schnell überall am Schienenstrang positioniert, ohne ihn lenken zu müssen, da die V-Schiene parallel zum Gleisbett verlegt ist. Somit hält der Förderbandwagen stets den gleichen Abstand zum Schienenstrang. Kunden profitieren dadurch von einem besonders schnellen und präzisen Verfahren des Förderbandwagens bei minimalem Installationsbedarf vor Ort.

Vor allem Trichterwagen mit dosierbarer Entladeeinrichtung lassen sich so besonders schnell und effizient auf Schienen- bzw. Straßenniveau entleeren, ohne Entladebunker bauen zu müssen. Bei der ersten Anlage für den neuen Förderbandwagen ist die V-Schiene 45 Meter lang, sodass man zwei Waggons entleeren kann, ohne den Zug zu verfahren.

Der neue Förderbandwagen ist in Stahl- oder Edelstahlausführung verfügbar. In Edelstahlauslegung eignet er sich für aggressive Stoffe wie Salze und Düngemittel. Zu den Einsatzgebieten zählen Umschlagplätze von Schüttgutproduzenten, Baustoffhändler, Gesteinshändlern, Spediteuren und Logistikanbietern, die einen eigenen Gleisanschluss haben. Die Waggons können an jeder Stelle des Gleisstrangs – dank der stabilen und leicht zu verlegenden Profilschiene – und bei minimalem Installationsaufwand vor Ort entladen werden. Damit kann auf teure Schüttbunker verzichtet werden. Ansonsten müsste man sie zudem auch noch vor Wind und Wetter schützen, sodass sie nicht stets neu gereinigt werden müssen.

Passt sich der Ausgabesituation an

Das Hauptförderband des Förderbandwagens ist über eine Hydraulik flexibel anstellbar und lässt sich damit auf spezifische Ausgabesituationen – wie die Verladung auf unterschiedlich hohe Lkw – anpassen. Das Aufgabeband ist ausfahrbar, im Neigungswinkel verstellbar und horizontal schwenkbar. Somit kann es flexibel unter den Ausgabeöffnungen der Waggons positioniert werden – ohne die Waggons zeitaufwändig in die exakte Position zu rangieren.

Gesteuert wird der Förderbandwagen für V-Schienen über eine einfach zu handhabende Funkfernbedienung. Sie kann optional sogar die Position des Aufgabebands speichern, was das Verfahren zwischen den Entladeeinrichtungen der Trichterwagen besonders schnell macht. Die Auslegung des Förderbandwagens mit V-Schienenrad zur exakten Geradeausfahrt kann für Anwender individuell angestimmt werden. Der Durchsatz des bereits serienreif verfügbaren Förderbandwagens mit V-Schienenrad beträgt inklusive 50 Prozent Rangierzeit rund 250 bis 300 Tonnen pro Stunde bei Dünger und bis zu 700 Tonnen bei vergleichsweise schwereren Baustoffen.

Bei schnellerem Rangieren sind auch höhere Ausgabekapazitäten bis hin zu theoretischen 400 Tonnen pro Stunde bei Dauerentleerung möglich. Die Standardlänge des Schüttgutförderers beträgt zwölf Meter. Das Fahrgestell ist drei Meter breit und so konstruiert, dass der Förderbandwagen ohne Sondergenehmigung für überbreite Schwerlasttransporte befördert werden kann. Dies erlaubt wechselnde Einsatzorte. Zudem sind individuelle Konfigurationen möglich. Varianten des Förderbandwagens sind optional ohne V-Schienenräder oder mit Straßenverkehrszulassung verfügbar.

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