Suchen

Zukunft von Biosprit

Ministerium fördert Biosprit-Forschung mit 50 Millionen Euro

| Redakteur: Azubi 653

Nicht nur die aktuelle Debatte über den Einsatz von Biosprit zeigt, dass Biokraftstoffe ein wichtiges Thema für die Forschung bleiben, sondern auch ein neues Förderprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Firmen zum Thema

Thomas Rachel, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Forschung ist der Schlüssel dafür, dass Biokraftstoffe in Zukunft einen wesentlichen Beitrag für die Energieversorgung leisten können.“
Thomas Rachel, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Forschung ist der Schlüssel dafür, dass Biokraftstoffe in Zukunft einen wesentlichen Beitrag für die Energieversorgung leisten können.“
( Bild: Thomas Rachel )

Berlin - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Rahmen seines Förderkonzepts „Grundlagenforschung Energie 2020+“ die energetische Nutzung von Biomasse zu einem Schwerpunkt gemacht. Dazu hat das Ministerium die Förderinitiative „BioEnergie 2021 - Forschung für die Nutzung von Biomasse“ ausgeschrieben. Für diese Initiative seien, so das Ministerium, 50 Millionen Euro für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren eingeplant.

Forscherteams aus Hochschulen, außeruniversitären Einrichtungen und aus der Wirtschaft sollen gemeinsam an neuen Prozessen für die Umwandlung von Biomasse arbeiten, damit aus pflanzlichen und sonstigen biologischen Abfällen Kraftstoffe der so genannten zweiten Generation werden.

„Diese Kraftstoffe lassen sich sowohl als Treibstoff im Auto, als auch zum Gewinnen von Strom und Wärme nutzen“, sagt Staatssekretär Rachel. Weil Bio-Abfälle zum Einsatz kommen, würde die Produktion von Biosprit nicht zu Lasten des Anbaus von Nahrungsmitteln gehen. „Das Potenzial der Kraftstoffe ist riesig“, so der Staatssekretär weiter.

Ziel sei es, durch ausgewählte Forschung und Entwicklung bereits vorhandene Technologien zur Biomassenutzung zu optimieren, Verfahren miteinander zu verknüpfen und neue Verfahren zu entwickeln, um den begrenzt verfügbaren Rohstoff Biomasse möglichst effizient und nachhaltig zu nutzen.

Förderung von Forschungsnachwuchs

Ein besonderes Förderangebot richte sich an Arbeitsgruppen unter Leitung von jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die langfristig angelegte Forschungsvorhaben mit völlig neuen Ansätzen zur Nutzung von Biomasse verfolgen wollen.

Die Arbeiten der Förderinitiative sollen eng mit laufenden Aktivitäten in den Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft verzahnt werden, wie zum Beispiel im Forschungszentrum Karlsruhe. Hier wird derzeit an einem Verfahren gearbeitet, mit dem durch Pyrolyse sowie Vergasung von Biomasse synthetische Kraftstoffe mit gezielt einstellbaren Eigenschaften oder chemische Grundstoffe gewonnen werden können.

Das Helmholtzzentrum für Umweltforschung (UFZ) beschäftigt sich in Forschungsarbeiten auch mit Aspekten einer agrarökonomischen- und ökologischen Betrachtungen von Biomasseerzeugung.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 250759)