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China Market Insider Milliardeninvest in China: Lyondell Basell rüstet auf

| Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

Ein neuer Ethylen-Komplex des Chemiekonzerns Lyondell Basell und seines chinesischen Joint-Venture-Partners ist offiziell in Betrieb genommen worden. Der Petrochemiekomplex hat am Standort Panjin in der nordchinesischen Provinz Liaoning mit der Herstellung erster Endprodukte mit einer Jahreskapazität von 1,1 Millionen Tonnen Ethylen begonnen.

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Insgesamt wollen Lyondell Basell und seine chinesischen Partner in den kommenden zehn Jahren an dem Standort rund 10,1 Milliarden Euro investieren. Der neue Cracker wird von einem Joint-Venture betrieben, das zu jeweils 50 % Lyondell Basell und der privaten chinesischen Raffinerie Liaoning Bora gehört. Zu dem Komplex gehören auch Polyethylen (PE)-, Polypropylen (PP)- und Butadien (BD)-Anlagen, die gerade hochgefahren werden. Auch Projekte zum Recycling von Plastik sind an dem Standort geplant.

Mit Hilfe der Produkte des neuen Crackers soll an dem Standort in der „Liaodong Bay New Area” unter anderem ABS produziert werden, Polymer-Werkstoff, dessen Eigenschaften zwischen gewöhnlichem und technischem Hochleistungs-Kunststoff liegen. Der Bedarf von ABS in China wird für dieses Jahr auf 5,5 Millionen Tonnen geschätzt, da der Werkstoff in der Elektronik- und Automobilindustrie zunehmend populär ist. Für eine entsprechende ABS-Anlage seien bereits die Fundamente gelegt worden, berichtete kürzlich die Tageszeitung Liaoning Ribao.