Schüttguttechnik

Milchpulver mit hohem Fettgehalt in Silos lagern und pneumatisch fördern

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Auslegung des Silos

Das Massenflusssilo wurde nach dem Verfahren von Jenike ausgelegt und nach „Hygienic Design“-Richtlinien konstruiert. Es zeichnet sich durch ein gleichmäßiges horizontales Absinken des Füllstandes aus. Linder: „Zur Eindämmung des Temperatureinflusses sind die Außensilos als Doppelmantelkonstruktion mit Isolierung ausgeführt.“ Für die Auslegung nach Massenflussgesichtspunkten wurden die erforderliche Wandneigung des konischen Teils und dessen kleinster noch zulässiger Auslaufdurchmesser zur Vermeidung von Brückenbildung ermittelt. Alle Anschlüsse für die Förderung, abgehenden Leitungen und Armaturen sind spaltfrei konstruiert. Das Produkt im gesamten Siloquerschnitt bleibt beim Abzug in Bewegung; es treten keine toten Zonen und somit keine Produktrückstände auf.

Die gesamte Masse hat eine gleichmäßige Verweilzeit und damit eine einheitliche Alterung. Die Prämisse „first-in first-out“ bleibt dabei gewahrt. Sofern es im Rahmen des Befüllvorgangs zu einer Entmischung gekommen sein sollte, erfolgt beim Abzug über den gesamten Querschnitt eine entsprechende Rückvermischung. Anschlüsse für Armaturen sind ebenfalls totraumfrei und zentriert ausgeführt, jegliche Art von Anschlussstutzen sowie innere Ecken und Winkel wurden vermieden. Zur Unterstützung bzw. Sicherung des Massenflusses bei vertretbarem Auslaufdurchmesser sind Vibrationsaustragsböden vorgesehen. Alle produktberührten Oberflächen haben eine mittlere Rautiefe von Ra < 0,8. Der Anschluss des Vibrationsbodens an das Massenflusssilo erfolgt spaltfrei mit einer Manschette aus FDA-konformen Elastomer.

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Auslegung der Förderleitung

Zur Einhaltung der Qualitätskriterien bei der pneumatischen Förderung erfolgten im Vorfeld der Konstruktion und Auslegung zusätzlich praktische Versuche. Linder: „Dabei bestätigte sich die Annahme, dass das Produkt nicht fluidisierbar ist und kein Lufthaltevermögen hat. Aufgrund seiner Kohäsivität können bereits kurze Materialanhäufungen bzw. Pfropfen in der Förderleitung zum vollkommenen Leitungsverschluss führen.“ Eine Förderung im Dichtstromverfahren mit einer Geschwindigkeit von maximal sechs Metern pro Sekunde ist nur möglich, wenn ein druckführendes Begleitleitungssystem zum Einsatz kommt, das in entsprechenden Abständen Druckluft einspeist. Der Anschluss des pneumatischen Senders erfolgt dabei über zentrierte Verbindungsteile mit spaltfreien Manschetten.

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