Messtechnik für maritime Anwendungen Messen unter extremen Umfeldbedingungen

Redakteur: Ines Stotz

Die Automatisierung von Spezialschiffen, insbesondere solche für den Bau von Offshore-Installationen, ist geprägt von einer stetig wachsenden Komplexität der Prozesse. Schiffe sind

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Die Automatisierung von Spezialschiffen, insbesondere solche für den Bau von Offshore-Installationen, ist geprägt von einer stetig wachsenden Komplexität der Prozesse. Schiffe sind vergleichbar mit großen chemisch-technischen Fabrikanlagen, bei denen unzählige Subsysteme in einem Gesamtsystem miteinander verbunden sind. Mit dem analogen Strom-Eingangsmodul AI208/SI stellt Bachmann als Teil seines M1-Automatisierungssystems nun ein für diesen Anwendungsbereich optimal geeignetes Messsystem bereit.

Strom-Eingangsmodul als universelles Messsystem

Auf einer Modulbreite von 55 mm sind beim AI208/SI acht einzeln galvanisch getrennte Kanäle kompakt angeordnet. Die Messbereiche können zwischen 4 bis 20 mA und 0 bis 20 mA umgeschaltet werden. Für Sensoren mit positiven und negativen Werten, wie z.B. Durchflussmesser, lässt sich der Messbereich softwaremäßig auf ±20 mA schalten. Die Eingänge bieten eine Auflösung von 13 bis 16 Bit. Um eine optimale Signalqualität bei gleichzeitig geringst möglichen Störungen zu erreichen, ist jeder der acht Kanäle mit einem steilen Signalfilter ausgestattet, der zwischen 2,5 Hz und 2,5 kHz einstellbar ist.

Prozess-Monitoring und Fehlerdiagnose

Zur automatischen Überwachung der Eingänge des AI208/SI lassen sich die Wertebereiche frei zwischen ±25 mA einstellen. Überschreitet ein Kanal den definierten Prozesswertebereich, wird eine Warnung, bei Überschreiten des Messbereiches eine Fehlermeldung an die übergeordnete Applikation übergeben. Diese Meldungen können zur Prozessüberwachung und zur Fehlerdiagnose ausgewertet werden. Kurzschluss, Leitungsbruch und Sensorfehler werden so zuverlässig erkannt. Am Anzeigeterminal erhält der Bediener daraus konkrete Handlungsanweisungen zur Fehlerbehebung.

Robustheit entscheidet über die Zuverlässigkeit

Die Eingänge sind kurzschlussfest und galvanisch getrennt. Dies schützt vor einer Beschädigung des Moduls und vor den Einflüssen wechselseitiger Störungen zwischen den Kanälen, wie sie z.B. bei Potenzialunterschieden der Sensoren, bei Fremdspannungen oder versteckten Ausgleichsströmen auftreten. Standardmäßig ist das Modul für einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis +60°C ausgelegt (Lagertemperatur: -40 bis +85°C).

Für Anwendungen, bei denen noch höhere Anforderungen, wie z.B. eine Betauungsfestigkeit im Betrieb gelten, ist das Messmodul auch als Coldclimate-Ausführung erhältlich. Mittels einer robusten Polymerbeschichtung wird das Modul dabei gegen Betauung und Korrosion durch salzhaltige Luft wirkungsvoll geschützt.

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