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Materialien für Fahrzeugteile Merck will das Automobil von Morgen mitgestalten

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Merck hat in seinem jährlichen „Displaying Futures“-Symposium die Zukunft der Mobilität beleuchtet. Unter dem Titel „Driving Forces – inspired by Performance Materials“ diskutierten internationale Zukunfts- und Mobilitätsforscher mit Designern und Experten der Auto- und Zuliefererindustrie. Merck ist schon heute mit seinen Materialien in vielen Fahrzeugteilen vertreten.

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Materialien von Merck ermöglichen wichtige Funktionen im Auto der nächsten Generation.
Materialien von Merck ermöglichen wichtige Funktionen im Auto der nächsten Generation.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Bei der Konstruktion des Automobils der Zukunft will Merck seine Rolle als Technologieführer in diesen Bereichen wahrnehmen und ausbauen. „Wir möchten die Potenziale neuer Materialien aufzeigen und die Autohersteller bei ihrem Einsatz unterstützen, um so im Auto der Zukunft vertreten zu sein“, sagt Walter Galinat, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Performance Materials. Es ist erklärter Teil der Merck-Strategie, das eigene Flüssigkristall-Knowhow über den Einsatz in Displays hinaus zu nutzen. Erst kürzlich hat Merck bekanntgegeben, 15 Millionen Euro in den Bau einer Produktionsanlage für Flüssigkristallfenster-Module zu investieren.

Nach vier Symposien in Asien und einem in den USA richtete Merck in diesem Jahr das sechste „Displaying Futures“-Symposium erstmals in Darmstadt aus. Die Veranstaltung ermöglicht eine intensive disziplin- und branchenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Experten, Kunden und Partnern. Der gezielte Austausch von Informationen und Kontakten beflügelt die Entwicklung neuer Materialien.

Automobilplattform mit Materialien von heute und morgen

Die Themen auf der Konferenz drehten sich um Fahrzeug- und Fortbewegungskonzepte von morgen: autonomes Fahren, alternative Antriebsmodelle, vernetztes Auto und „Car Sharing“. Viele der neuen Technologien werden nicht nur Autohersteller und Gesetzgeber vor große Herausforderungen stellen. So verfügen heute erst zwei Prozent der Neuwagen über einen Elektroantrieb. Ein Drittel der städtischen Flächen ist von Autos okkupiert, die zu über 90 % der Zeit still stehen. Es zeichnen sich immense Chancen ab: freiere Straßen, weniger Unfälle, sauberere Luft, entspannteres Fahren und mehr Raum in den vollen Städten.

Schon heute beliefert Merck die Autobranche mit einer Fülle von Produkten, die für Ästhetik und Funktionalität sorgen: Effektpigmente für Autolacke, Flüssigkristalle und OLEDs in verschiedenen Displays oder Halbleitermaterialien in Chips. LEDs und OLEDs sorgen in der Beleuchtung für neue Designoptionen und sind darüber hinaus energieeffizient. Zukunftsprojekte sind beispielsweise Flüssigkristalle für Displays mit freier Formgebung – etwa in Armaturenbrettern – für mobile Antennenanwendungen, für Sonnendächer oder die Lichtlenkung in Scheinwerfern.

Um sich genau auf die Innovationsfelder der Automobilindustrie zu konzentrieren, hat Merck die „Automobilplattform“ ins Leben gerufen. Eine eigens für Merck entwickelte futuristische Konzeptfahrzeug-Idee zeigt eindrucksvoll, welche Materialien an welcher Stelle und mit welchen Funktionen in einem Auto der Zukunft eingesetzt werden können.

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