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Chemische Forschung Merck weiht neues Chemie-Forschungszentrum ein

| Redakteur: Gabriele Ilg

Mit der Inbetriebnahme eines neuen Forschungszentrums setzt das Pharma- und Chemieunternehmen Merck ein dickes Ausrufezeichen hinter die chemische Forschung an seinem Stammsitz in Darmstadt.

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Das neue Material Research Center von Merck besteht aus zwei Laborgebäuden mit jeweils sechs Stockwerken sowie einem Reinraum-Technikum (schwarze Fassade). (Bild: Merck)
Das neue Material Research Center von Merck besteht aus zwei Laborgebäuden mit jeweils sechs Stockwerken sowie einem Reinraum-Technikum (schwarze Fassade). (Bild: Merck)

Darmstadt – Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Dr. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Merck, übergaben das Material Research Center im Beisein des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier sowie rund 250 Gästen seiner Bestimmung.

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum umfasst zwei sechsgeschossige Gebäude sowie ein Reinraum-Technikum und bietet 340 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Merck hat in die Errichtung des Gebäudekomplexes rund 50 Millionen Euro investiert – das ist die größte Einzelinvestition der Forschung und Entwicklung im Unternehmensbereich Chemie.

Auf rund 11000 Quadratmeter Nutzfläche arbeiten die Mitarbeiter u.a. an der Forschung und Entwicklung von innovativen Flüssigkristallen für Flachbildschirme in Fernsehern und Computermonitoren, von Materialien für so genannte organische Leuchtdioden (OLED) sowie von Materialien für Leuchtdioden (LED). Weitere Forschungsgebiete sind Materialien für mobile Energiespeicher sowie mikrobiologische Testverfahren, mit denen krankheitserregende Bakterien in Lebensmitteln nachgewiesen werden können.

Bei der feierlichen Einweihung des Gebäudes betonte Dr. Karl-Ludwig Kley, dass Innovationen das Lebenselixier des Unternehmens seien. In Anspielung auf die jahrzehntelange Grundlagenforschung der Merck-Chemiker auf dem Gebiet der Flüssigkristalle sagte er: „Das, was uns heute stark macht, sind die Innovationen unserer Vorgänger.“ Viele dieser Erfolge hätten ihren Ursprung in Darmstadt, so Kley. „Partnerschaft und Vernetzung waren immer eines unserer Kennzeichen. Aber Darmstadt war immer dabei. Das soll so bleiben. Und daher haben wir uns dafür entschieden, diese große Investition hier zu tätigen.“

Im vergangenen Jahr habe Merck insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Die Eröffnung des neuen Chemie-Forschungsgebäudes bezeichnete Kley „als einen weiteren Schritt zur Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit“.

Großen Wert wurde zudem auch auf eine besonders energieeffiziente Gebäudetechnik gelegt: Ein sehr guter Wärme- und Sonnenschutz, Ventilatoren und Pumpen mit einem hohem Wirkungsgrad, reduzierte Luftmengen und Energien in der arbeitsfreien Zeit sowie eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung aus der Abluft sorgen dafür, dass der CO2-Ausstoß gegenüber Vergleichslaboren um 80 Prozent niedriger liegt.

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