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Lösungsmittel und anorganische Stoffe Merck und Honeywell vereinbaren Übernahme von Sigma-Aldrich-Teilen

| Redakteur: Marc Platthaus

Um EU-Auflagen zu erfüllen, hat Merck mit Honeywell eine Vereinbarung zur Übernahme bestimmter Geschäftsteile von Sigma-Aldrich geschlossen. Welche dies sind und wie weit der Übernahmeprozess vorangeschritten ist, lesen Sie in diesem Beitrag.

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Am 22. September 2014 machte Merck das Übernahmeangebot für Sigma-Aldrich in Höhe von 17 Milliarden Dollar öffentlich (im Bild: Times Square, New York).
Am 22. September 2014 machte Merck das Übernahmeangebot für Sigma-Aldrich in Höhe von 17 Milliarden Dollar öffentlich (im Bild: Times Square, New York).
(Bild: Merck)

Darmstadt – Merck hat am 20. Oktober bekannt gegeben, dass das US-amerikanische Life-Science-Unternehmen Sigma-Aldrich, das es zu übernehmen plant, den Verkauf von Teilen seines Geschäfts mit Lösungsmitteln und anorganischen Stoffen an Honeywell vereinbart hat, um die kartellrechtlichen Anforderungen der EU für die Übernahme von Sigma-Aldrich für 17 Mrd US-Dollar zu erfüllen.

Merck hat die Vereinbarung mit Honeywell der Europäischen Kommission vorgelegt, die der Transaktion zustimmen muss, bevor Merck die Übernahme von Sigma-Aldrich abschließen kann. Die Europäische Kommission hatte bereits am 15. Juni 2015 eine an Auflagen gebundene Genehmigung für die Übernahme von Sigma-Aldrich erteilt. Merck erwartet weiterhin, die Transaktion bis Ende November 2015 abzuschließen, wie am 28. September 2015 angekündigt.

„Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Übernahme von Sigma-Aldrich abzuschließen. Teams bei Merck und Sigma-Aldrich arbeiten intensiv an der Integrationsplanung für die beiden Unternehmen und wir alle freuen uns darauf, was dieser Zusammenschluss für unsere Kunden und Mitarbeiter mit sich bringen wird“, sagte Bernd Reckmann, Mitglied der Merck-Geschäftsleitung. „Gemeinsam bieten wir unseren Life-Science-Kunden weltweit eine größere Bandbreite an Produkten, eine größere geographische Abdeckung und eine einzigartige Kombination von Fähigkeiten.“

Produktionsanlagen in Deutschland gehen an Honeywell

Merck und Sigma-Aldrich haben sich darauf geeinigt, Teile des Geschäfts mit Lösungsmitteln und anorganischen Stoffen in Europa an Honeywell zu verkaufen. Dies umfasst die Produktionsanlagen in Seelze, in denen die Mehrzahl der von Sigma-Aldrich in Europa verkauften Lösungsmittel und anorganischen Produkte hergestellt wird. Darüber hinaus wird Honeywell die Lösungsmittel und anorganischen Stoffe erwerben, die von Sigma-Aldrich in Europa unter der Marke Sigma-Aldrich und weltweit unter der Marke Fluka vertrieben werden, ebenso wie die zugehörigen Marken Hydranal and Chromasolv. Zudem wird Honeywell eine befristete Lizenz für die Lieferung dieser Produkte unter dem Markennamen Sigma-Aldrich im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gewährt. Es wurde auch eine Übergangsvereinbarung getroffen, die die Wettbewerbsfähigkeit des Geschäfts gewährleisten und es Honeywell ermöglichen soll, einen eigenen Marktzugang aufzubauen. Wenngleich die Einigung mit Honeywell bestimmten Bedingungen unterliegt, einschließlich kartellrechtlicher Prüfung, so sind diese Genehmigungen keine Voraussetzung für die Zustimmung der Europäischen Kommission zur Übernahme von Sigma-Aldrich durch Merck.

Merck und Sigma-Aldrich hatten am 22. September 2014 den Abschluss einer Vereinbarung zur Übernahme aller im Umlauf befindlichen Aktien von Sigma-Aldrich für 140 US-Dollar pro Aktie in bar bekannt gegeben. Abgesehen von der kartellrechtlichen Freigabe durch die EU-Kommission sind unter anderem bereits die Zustimmung der Sigma-Aldrich-Aktionäre in einer außerordentlichen Versammlung am 5. Dezember 2014 sowie die kartellrechtlichen Freigaben in den Vereinigten Staaten, China, Japan und weiteren Ländern erfolgt, die für einen Abschluss der Transaktion erforderlich waren.

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