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Merck legt Milliarden-Angebot für Versum vor

| Redakteur: Alexander Stark

Die nächste Milliardenübernahme steht an: Merck hat der Geschäftsführung von Versum einen Vorschlag für den Erwerb des Unternehmens in Höhe von 48 Dollar (ca. 42,2 Euro) pro Aktie in bar unterbreitet. Das entspricht einer Prämie von 51,7 % gegenüber dem letzten Aktienkurs von Versum, der von der Ankündigung der Transaktion mit Entegris am 25. Januar 2019 nicht beeinflusst war. Der Vorschlag von Merck liegt damit über der Entegris-Transaktion.

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Merck hat der Geschäftsführung von Versum einen Übernahmevorschlag von 48 Dollar (ca. 42,2 Euro) pro Aktie in bar unterbreitet.
Merck hat der Geschäftsführung von Versum einen Übernahmevorschlag von 48 Dollar (ca. 42,2 Euro) pro Aktie in bar unterbreitet.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck, sieht den Vorschlag als Zeichen dafür, dass der Konzern fest entschlossen sei, diese Transaktion erfolgreich abzuschließen. Das Unternehmen habe die klare Absicht, seine Aktivitäten in den USA weiter zu stärken. Die Summe der gesamten Übernahme beliefe sich laut Manager Magazin auf rund 5,2 Milliarden Euro und wäre seit der Übernahme von Sigma-Aldrich im Jahr 2015 für rund 15 Milliarden Euro der größte Zukauf für das Unternehmen.

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Mit den kombinierten Geschäften würde laut Merck ein vielschichtiges, sich gegenseitig ergänzendes Portfolio an Elektronikmaterialien, Ausrüstung und Dienstleistungen für die Halbleiter- und Displayindustrie entstehen. Die kombinierten Fähigkeiten im Bereich Forschung & Entwicklung würden schnellere Innovationszyklen ermöglichen und das Produktangebot stärken. Ferner erhofft sich die Gruppe Gröβenvorteile, eine Erhöhung von Produkt- und Dienstleistungstiefen, eine erweiterte globale Präsenz und eine optimierte Lieferkette. Zusammen mit langfristigen Industrietrends würden damit Innovationen beschleunigt.

Unter der Annahme einer entsprechenden Kooperation der Geschäftsführung von Versum geht das Unternehmen davon aus, die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2019 abschließen zu können.

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