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Organische Leuchtdioden Merck eröffnet neue OLED-Produktionsanlage in Darmstadt

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Merck hat in Darmstadt seine neue Produktionsanlage für OLED-Materialien eröffnet. Nach 14-monatiger Bauzeit werden in dem rund 3.600 Quadratmeter großen Gebäude nun hochreine OLED-Materialien zur Anwendung in modernen Bildschirmen und Beleuchtungssystemen hergestellt.

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Mit der neuen Produktionsanlage will Merck in Darmstadt noch mehr hochreines OLED-Material herstellen.
Mit der neuen Produktionsanlage will Merck in Darmstadt noch mehr hochreines OLED-Material herstellen.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Mit einem Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro ist die neue OLED-Anlage eine der größten Einzelinvestitionen der letzten Jahre von Merck am Standort Darmstadt. Die Anlage ermöglicht eine Verfünffachung der Produktionskapazität, kann dabei allerdings schrittweise hochgefahren werden. Bis 2018 will Merck einer der führenden Anbieter von OLED-Materialien sein und alle für OLED-Displays notwendigen chemischen Materialien aus einer Hand liefern.

Dabei profitiert das Unternehmen von seiner Erfahrung im Geschäft mit Flüssigkristallen, in dem Merck weltweit führend ist. Die Investition in die neue Anlage erfolgt somit im Hinblick auf das strategische Ziel von Merck, seine führende Position bei Displaymaterialien nachhaltig zu sichern.

Organische Leichtdioden sind halbleitende, organische Materialien, die unter elektrischer Spannung leuchten. Sie eignen sich besonders für Displays und Beleuchtungen. OLED-Displays bestechen durch brillante Farben und scharfe Bilder unabhängig vom Blickwinkel. Sie sind langlebig, sehr energieeffizient, dünn und flexibel. Das eröffnet völlig neue Anwendungen, zum Beispiel wandgroße Bildschirme in Flughäfen oder Bahnhöfen. Auch Waggondecken in U-Bahnen und Zügen mit OLED-Infotafeln sind denkbar.

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