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Bilanzzahlen Merck erhöht Jahresprognose nach gutem 2. Quartal

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Merck hat im 2. Quartal 2016 deutlich mehr Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum. Auch das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg stark. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal erhöhte Merck die Jahresprognose für Umsatz und Ebitda vor Sondereinflüssen.

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Merck hat aufgrund guter Geschäftsentwicklung die Umsatz- und Gewinn-Prognose für 2016 erhöht.
Merck hat aufgrund guter Geschäftsentwicklung die Umsatz- und Gewinn-Prognose für 2016 erhöht.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Die Umsatzerlöse von Merck stiegen im zweiten Quartal um 18,2 % auf 3,8 Milliarden Euro. Das organische Umsatzwachstum des Konzerns betrug dabei 5,1 % und wurde von den Unternehmensbereichen Life Science und Healthcare getragen. Das akquisitionsbedingte Umsatzwachstum von 19,2 % geht auf den Zukauf von Sigma-Aldrich zurück, der im November 2015 abgeschlossen wurde.

Merck wuchs im zweiten Quartal in allen Berichtsregionen organisch. Durch die Sigma-Aldrich-Akquisition stieg der Anteil von Nordamerika am Konzernumsatz deutlich auf 26 %. Europa und Asien-Pazifik waren mit einem Anteil von jeweils 31 % am Konzernumsatz die größten Berichtsregionen.

Umsatzprognose angehoben

Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg infolge der guten operativen Entwicklung bei Life Science und Healthcare sowie des Sigma-Aldrich-Zukaufs um 28,8 % auf 1.158 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis von Merck lag im zweiten Quartal mit 312 Millionen Euro um 9,1 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Hierbei schlug ein deutlich niedrigeres Finanzergebnis zu Buche, das vor allem auf das langfristige aktienbasierte Vergütungsprogramm zurückgeht, dessen Wert aufgrund der günstigen Entwicklung der Merck-Aktie im zweiten Quartal zunahm.

Somit wuchsen im ersten Halbjahr 2016 die Umsatzerlöse von Merck um 19,3 % auf 7,5 Milliarden Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen des Merck-Konzerns belief sich in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 2,2 Milliarden Euro und lag somit um 27,9 % höher als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal hebt Merck seine Prognose für den Konzern an und erwartet nunmehr einen Anstieg der Umsatzerlöse des Jahres 2016 auf 14,9 bis 15,1 Milliarden Euro.

Was leisten die einzelnen Unternehmensbereiche?

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Healthcare wuchs im zweiten Quartal 2016 organisch stark um 7,3 % und stützte sich dabei auf alle Regionen. Das Medikament Rebif, das zur Behandlung schubförmiger Formen der Multiplen Sklerose eingesetzt wird, hielt sein organisches Umsatzniveau im zweiten Quartal 2016 trotz des Wettbewerbsdrucks durch oral zu verabreichende Medikamente stabil. Mit dem Krebsmedikament Erbitux erzielte Merck im zweiten Quartal ein organisches Umsatzwachstum von 6,8 %.

Der Unternehmensbereich Life Science wuchs im zweiten Quartal 2016 organisch kräftig um 8,1 %. Life Science erzielte damit das stärkste organische Wachstum aller Merck-Unternehmensbereiche und profitierte dabei von der anhaltenden Nachfrage der biopharmazeutischen Industrie nach Merck-Produkten. Neben dem organischen Zuwachs trug die Akquisition von Sigma-Aldrich mit 79,7 % zum Umsatzanstieg bei. Der organische Umsatz der Geschäftseinheit Process Solutions, die Produkte für die gesamte Wertschöpfungskette der Arzneimittelherstellung anbietet, stieg stark um 13,5 %.

Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Performance Materials sanken im zweiten Quartal organisch um -4,7 %, was vor allem an einem Lagerabbau bei Kunden aus der Displayindustrie lag.

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