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Partnerschaft mit südkoreanischen Institut Merck entwickelt Aufreinigungsprozesse für Impfstoffe

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Merck hat eine Forschungsvereinbarung mit dem südkoreanischen International Vaccine Institute (IVI) unterzeichnet, um die Entwicklung robusterer und skalierbarer Herstellungsprozesse für Impfstoffe zu unterstützen. Das deutsche Unternehmen wird sich bei den Forschungsarbeiten auf die Aufreinigung und Klärung von Impfstoffen fokussieren.

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Die Partnerschaft zwischen Merck und IVi soll die hohen Herstellungskosten für Impfstoffe mindern.
Die Partnerschaft zwischen Merck und IVi soll die hohen Herstellungskosten für Impfstoffe mindern.
(Bild: Bild: Merck)

Darmstadt – Die neue Zusammenarbeit zwischen Merck und IVI soll den Produktionsprozess verbessern, um Produktionsertrag und Rückgewinnung zu steigern und so Impfstoffe mit höherem Reinheitsgrad herzustellen. Viele Impfstoffhersteller in den USA und Westeuropa sind mit hohen Herstellungskosten konfrontiert. Die jetzt geschlossene Partnerschaft will diese Herausforderungen angehen.

„Komplexe Herstellungsprozesse sowie geringe Produktionserträge und Rückgewinnung führen dazu, dass Impfstoffe für Länder mit beschränkten Ressourcen nicht leicht erschwinglich sind“, sagte Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und Leiter des Unternehmensbereichs Life Science. „Durch unsere Partnerschaft mit dem IVI wollen wir dazu beitragen, einen moderneren, skalierbaren und stabilen Herstellungsprozess zu schaffen, der den Zugang zu lebensrettenden Impfstoffen in Entwicklungsländern erleichtert.“

Das in Seoul beheimatete IVI ist eine gemeinnützige internationale Organisation, die sich die Erforschung, Entwicklung und Bereitstellung sicherer, wirksamer und erschwinglicher Impfstoffe zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit weltweit zum Ziel gesetzt hat. Das Institut gründet auf der Überzeugung, dass die Gesundheit von Kindern in Entwicklungsländern sich durch den Zugang zu neuen und besseren Impfstoffen dramatisch verbessern lässt, wie Dr. Jerome Kim, Generaldirektor des IVI, erläutert: „Die Partnerschaft wird uns helfen, besser auf den Impfstoffbedarf von Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen einzugehen, und so einen Beitrag zum übergreifenden Ziel unserer Organisation zu leisten.“

Forschung an Typhuswirkstoff

In der Anfangsphase wird sich das Projekt auf eine Typhusimpfung konzentrieren. Dann sollen die Erkenntnisse auf die Herstellungsprozesse für Pneumokokken-, Meningokokken-, Haemophilus-, Staphylokokken-, Streptokokken-B- und andere Konjugat-Polysaccharid-Impfstoffe übertragen werden.

Mit einer rasch wachsenden Pipeline von Konjugat-Polysaccharid-Impfstoffen braucht die Pharmaindustrie weltweit Prozesse der nächsten Generation für Klärung und Aufreinigung, um erschwingliche Impfstoffe hoher Qualität zu gewährleisten. Durch diese Partnerschaft mit dem IVI möchte Merck mit seinen branchenführenden Technologien und Fachkenntnissen zu dieser Aufgabe beitragen, um dann wiederum auch die Herstellungsverfahren für andere Impfstoffe zu optimieren.

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