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Merck-Hauptversammlung Merck-CEO Kley gibt Chefposten an Stefan Oschmann ab

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Stefan Oschmann hat im Rahmen der Hauptversammlung 2016 den Vorsitz der Geschäftsleitung bei Merck übernommen. Zuvor hatte Karl-Ludwig Kley das Wissenschafts- und Technologieunternehmen neun Jahre geführt. Auf der Hauptversammlung verkündete Merck zudem Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2015.

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Karl-Ludwig Kley (links im Bild) hat Vorsitz der Merck-Geschäftsleitung an Stefan Oschmann übergeben.
Karl-Ludwig Kley (links im Bild) hat Vorsitz der Merck-Geschäftsleitung an Stefan Oschmann übergeben.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Merck-CEO Kley übergab die Unternehmensführung auf der Hauptversammlung nach neun Jahren an der Spitze an Stefan Oschmann. „Bei Merck hat sich viel getan. Mit der Akquisition von Sigma-Aldrich haben wir den Portfolio-Umbau der letzten 10 Jahre erfolgreich abgeschlossen“, fasste Kley das letzte Jahr seiner Amtszeit zusammen. „Unsere Pharma-Forschung ist auf dem besten Weg, vielversprechende Resultate zu erzielen. Die neuen Display-Technologien haben sogar unsere eigenen, schon hohen Erwartungen übertroffen.“

Merck hat sich in Kleys Amtszeit, die 2007 begann, stark gewandelt. Das Unternehmen hat in den letzten zehn Jahren über 30 Milliarden Euro in Zukäufe investiert. Aus dem klassischen Pharma- und Chemieanbieter wurde ein Wissenschafts- und Technologieunternehmen. Zudem ist Merck stark gewachsen. Der Umsatz des Konzerns hat sich in dieser Zeit von 6,3 Milliarden im Jahr 2006 auf 12,8 Milliarden Euro im Jahr 2015 mehr als verdoppelt.

Der Wechsel an der Unternehmensspitze ist nicht die einzige Veränderung in der Merck-Geschäftsleitung. Wie bereits im Januar 2016 bekannt gegeben, rücken zudem zwei neue Mitglieder in die Geschäftsleitung auf: Udit Batra, Leiter des Unternehmensbereichs Life Science, sowie Walter Galinat, Leiter des Unternehmensbereichs Performance Materials. Bernd Reckmann, langjähriges Mitglied der Geschäftsleitung und bislang für Life Science und Performance Materials verantwortlich, wird mit Ablauf der Hauptversammlung in den Ruhestand gehen.

Umsatz und EBITDA im Jahr 2015

Das Geschäftsjahr 2015 hat Merck mit Rekordzahlen abgeschlossen. Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen lagen so hoch wie noch nie in der beinahe 350-jährigen Geschichte von Merck. Die Umsatzerlöse des Merck-Konzerns wuchsen dabei kräftig um 13,0 % auf 12,8 Milliarden Euro (2014: 11,4 Milliarden Euro). Das EBITDA vor Sondereinflüssen, die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, wuchs um 7,1 % auf 3,6 Milliarden Euro und lag, getragen von den Unternehmensbereichen Life Science und Performance Materials, deutlich über dem Vorjahr (2014: 3,4 Milliarden Euro).

Ausblick auf 2016

Für 2016 rechnet Merck mit einem leichten organischen Umsatzwachstum und geht infolge der Akquisition von Sigma-Aldrich beim Umsatz zudem von einem positiven Portfolioeffekt im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Aufgrund der erwarteten operativen Entwicklung und dem Zukauf von Sigma-Aldrich rechnet das Unternehmen im Jahr 2016 mit einem Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr.

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