Worldwide China Indien

Industrielle Kommunikation

Meilenstein der Automation: Weitsichtige Vernetzung mit PI-Technologien

| Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp* / Matthias Back

Über jedes dieser Themen steht die Praxistauglichkeit. Einfachheit ist in der Regel jedoch mit standardisierten Mechanismen gleich zu setzen. Das heißt, jemand muss sich mit Standards, Normen und Richtlinien beschäftigen und sie mit den bisherigen und neuen Technologien abgleichen. Das ist die Aufgabe von PI.

Das Team Semantik hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung von Daten und Funktionen eines Feldgerätes eindeutig und vor allem herstellerübergreifend zu beschreiben. Nur so ist eine bessere Unterstützung im Engineering, im Betrieb und in der Instandhaltung möglich. Doch häufig existiert die Beschreibung nur in den Köpfen der Anwender und lässt sich somit nicht verarbeiten. Und letztendlich ist es mit dem Erzeugen von Daten allein nicht getan, sondern die Informationen müssen aufbereitet und bewertet sowie zu der entsprechenden Steuerungs- oder Verwaltungsebene transportiert werden. Nichts anderes machen im Übrigen die Profile (PA, Profidrive, Profisafe, Profienergy etc,). Sie ordnen die Daten ein, so dass z.B. ein Condition Monitoring, ein Asset- oder auch Energiemanagement möglich ist.

TSN findet heute vor allem im Kontext von Industrie 4.0 viel Beachtung. Damit soll eine bessere Integration der OT-Netze in die IT-Netze der Unternehmen möglich sein. Durch die Weiterentwicklung von Ethernet in der IEEE 802.1 können zukünftig Geräte mit Standard-Ethernet-Controllern entwickelt werden, die auch Anforderungen an die Robustheit und Deterministik der industriellen Automatisierung gerecht werden. Da TSN lediglich einen Layer 2 für die Kommunikation definiert, ist Profinet als Applikationsprotokoll dafür geeignet, TSN nahtlos zu integrieren.

Ein Hauptaugenmerk der Working Group, die für den Profinet-Standard verantwortlich ist, liegt darauf, zu definieren, welche der zahlreichen IEEE 802.1 Standards benötigt werden. Eine wesentliche Erkenntnis der bisherigen Arbeiten ist aber auch, dass die einfache Konfiguration der TSN-Netzwerkparameter ausschlaggebend für die Akzeptanz bei den Anwendern sein wird. Daher verfolgt PI vor allem das dezentrale Konfigurationsmodell der IEEE, welches z.B. im Testbed des Labs Network Industrie 4.0 erprobt wird. Im ersten Quartal 2019 soll die Spezifikation zur Nutzung von TSN mit Profinet veröffentlicht werden.

Gemeinsam zu neuen Spezifikationen

In der Joint Working Group von PI und der OPC Foundation haben sich Themen wie Asset Management und Diagnose als besonders wichtig heraus kristallisiert, wobei in der Spezifikation von Profinet schon viel Vorarbeit geleistet wurde. Nach einem Mapping der über das Profinet-System bereitgestellten Objekte in das OPC UA Informationsmodell werden bei einem vertikalen Zugriff von einem IT-System über OPC UA Client/Server-Aufrufe dem Anwender die benötigten Informationen entsprechend einer standardisierten Struktur im OPC UA Objektbaum angeboten. Diese Informationen können dann problemlos in überlagerten Systemen weiterverarbeitet werden. Ziel der Aktivitäten ist es, eine OPC UA Profinet Companion Spezifikation bis Mitte 2019 zu erstellen.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45126976 / Prozessleittechnik)