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Dienstleistungsmarkt

Mehr Wettbewerbsdruck im Dienstleistungsmarkt für Chemie- und Pharmaindustrie

| Redakteur: Matthias Back

BearingPoint-Studie zeigt: Industriedienstleister stellen regionale Dominanz von Standortbetreibern in Frage. Kunden profitieren von mehr Transparenz und günstigeren Preisen.
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BearingPoint-Studie zeigt: Industriedienstleister stellen regionale Dominanz von Standortbetreibern in Frage. Kunden profitieren von mehr Transparenz und günstigeren Preisen. (Bild: Tom Bayer/Fotolia.com)

Der Markt für Dienstleistungen in der pharmazeutischen und chemischen Industrie ist im Wandel. Durch die Auslagerung von Leistungen an Drittanbieter fassen neben Standortbetreibern zunehmend Industriedienstleister als ehemals branchenfremde Anbieter Fuß. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Bearingpoint zeigt, dass bis 2030 besonders Drittanbieter mit einem breiten Kundenspektrum verstärkt in den Dienstleistungsmarkt an Chemie- und Pharmastandorten drängen.

Frankfurt - Vor allem im Bereich integrierte Dienstleistungen wollen die Drittanbieter besonders auf dem Dienstleistungsmarkt punkten: Rund 80 % der befragten Industriedienstleister werden nach eigener Aussage bis 2030 in der Lage sein, einen Standort vollständig zu betreiben und einen kompletten Produktionsablauf sicherzustellen.

Damit ziehen Industriedienstleister in Sachen Leistungsbreite mit Standortbetreibern fast gleich. Um dem Wettbewerbsdruck durch externe Dienstleister standzuhalten, sollten Standortbetreiber ihr Geschäftsmodell besonders in Hinsicht auf die Preispolitik überdenken, rät die Management- und Technologieberatung.

„Die regionale Dominanz von Standortbetreibern war bis dato unangefochten. Dabei schultern sie hohe Herstellkosten“, erklärt Matthias Höhne, Partner bei Bearingpoint. Er fügt hinzu: „Um benchmarkfähig zu sein, müssen Standortbetreiber in Sachen Prozessorganisation aufholen und Geschäfts- und Dienstleistungsprozesse standortübergreifend implementieren.

Hierfür müssen sie expandieren und Leistungen europaweit erbringen. Die Hälfte der befragten Industriedienstleister operiert schon heute global. Eine andere Möglichkeit für Standortbetreiber ist, sich zu spezialisieren und eine Nische im Markt zu besetzen, die Wettbewerber nicht bedienen können.“

Kunden erwarten Prozessoptimierung

Laut Bearingpoint-Studie haben sowohl Standortbetreiber als auch Industriedienstleister Nachholbedarf in Sachen Prozessoptimierung, um auch den Kundenanforderungen von morgen gerecht werden zu können. Das haben beide Seiten erkannt: 80 % der befragten Standortbetreiber und 70 % der befragten Industriedienstleister wollen bis 2030 kundenübergreifende, kontinuierliche Verbesserungsprozesse wie beispielsweise firmenweite LEAN- und Six Sigma-Programme implementieren.

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