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Wasseraufbereitungsanlage

Mehr Transparenz bei der Planung von Wasseraufbereitungsanlagen

| Autor / Redakteur: Stephan Koepp / Matthias Back

Hager + Elsässer realisiert Systeme zur Wasseraufbereitung - von standardisierten Kleinanlagen bis hin zu unternehmensweiten Großsystemen.
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Hager + Elsässer realisiert Systeme zur Wasseraufbereitung - von standardisierten Kleinanlagen bis hin zu unternehmensweiten Großsystemen. (Bild: Hager + Elsässer)

Simultaneous Engineering und ein durchgängiger Planungsprozess – das sind die Anforderungen eines Anlagenbauers, der im Kundenauftrag Projekte plant und umsetzt. Ein neues IT-Konzept setzt auf eine Software auf Microsoft-Basis.

Hager + Elsässer ist ein weltweit führender Hersteller von Wasseraufbereitungsanlagen, der durch den Einsatz verzahnter Softwaresysteme für die Herausforderungen des interdisziplinären Engineering gut aufgestellt ist. Mit einem Umsatz von 70 Millionen Euro im Jahr 2011 und über 200 Mitarbeitern am Standort Stuttgart ist das Unternehmen in die Stulz H + E Group eingebunden. Der Anlagenbauer wickelt jährlich rund 150 zum Teil schlüsselfertige Anlagen im Auftragswert bis zu 20 Millionen Euro für die industrielle Abwasser- sowie Prozess- und Reinstwasseraufbereitung ab.

Softwaretechnische Abbildung enorm wichtig

Anlagenbauprojekte von Standard bis hin zu „tailor made“, das heißt, Anlagen die individuell auf den Produktionsprozess des Kunden zugeschnitten sind, stellen unterschiedliche Anforderungen an die Gestaltung der Unternehmensabläufe und folglich auch an die dafür eingesetzte Software. Während es bei Standardanlagen um die Qualitäts-, Preis- und Lieferzeit-optimierte Umsetzung von den in Zeichnungen, Stücklisten und Arbeitsplänen niedergelegten Planungen geht, steht im Individualanlagenbau die softwaretechnische Abbildung des Engineeringprozesses von der Planung über die Realisierung und Montage der Anlage bis hin zu Inbetriebnahme und Dokumentation im Mittelpunkt.

Obwohl Hager + Elsässer frühzeitig auf die Verbindung von Software zur Erstellung von Rohrleitungs- und Instrumentierungsdiagrammen (P&IDs) und Materialwirtschaft gesetzt hatte, stieß die aus den 1990er Jahren stammende Lösung an Grenzen, die eine Neuorientierung erforderlich machte. Insbesondere Großanlagenbauprojekte mit immer kürzer werdenden Realisierungszeiten erforderten einen durchgängigen Engineeringprozess, der bereits in frühen Planungsphasen Daten für nachfolgende Schritte erzeugte und diese im Laufe des Projektes verfeinerte.

Intelligente Verzahnung ist gefragt

Ebenso im Fokus stand ein projektübergreifender Zugriff auf wiederverwendbare Vorlagen, ohne die für Individualanlagen notwendige Flexibilität einzubüßen. Weitere Ziele und Anforderungen an ein umfassendes IT-Konzept standen fest: Damit die von Verfahrensfließbildern ausgehenden Informationen mit der Materialwirtschaft ausgetauscht und bereits in frühen Projektphasen an die Konstruktions- und Automationsabteilung kommuniziert werden können, sind Softwarelösungen gefragt, die intelligent verzahnt und einfach anzuwenden sind.

Traditionell nacheinander folgende Abläufe sollten durch eine parallele Arbeitsweise – auch bekannt als „Simultaneous Engineering“ – abgelöst werden. Zudem soll die Software für mehr Transparenz sorgen, um im Design- und Beschaffungsprozess auf Änderungen und Fehlerquellen schnell reagieren zu können. Um flüssige Arbeitsabläufe zu schaffen, wurden erste Fließbilder bereits von Vertriebsmitarbeitern erstellt und an das Processengineering für die Verfeinerung weitergegeben, ohne um die wertvollen Ressourcen der Konstruktionsabteilung konkurrieren zu müssen.

Ergänzendes zum Thema
 
Zukunftsmarkt für flexible Softwarelösungen - Ein Kurzinterview mit Chris Crane, Director of Microsoft Visio Product Management

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