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FIBC-Liner Mehr Sicherheit beim Handling von Pulvern mit FIBC-Linern

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Müssen die Inhalte in flexiblen Schüttgutbehältern besonders geschützt werden, kommen Liner zum Einsatz. Nun werden diese auf einer neuen Anlage unter besonderen Hygiene­anforderungen hergestellt. Zudem können antistatische Additive ergänzt werden, damit das Staubexplosionsrisiko gesenkt wird.

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FIBC-Liner tragen zu fortschrittlichen Arbeitsabläufen bei.
FIBC-Liner tragen zu fortschrittlichen Arbeitsabläufen bei.
(Bild: Mondi)

Das Folienextrusionswerk Mondi Styria ist bekannt für seine hohen Hygienestandards und die Entwicklung nachhaltiger Produkte. Das Werk in der Steiermark verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung umweltverträglicher Produkte, einschließlich dünner, recyclinggerechter Folien- und Schichtstrukturen. Mit seiner jüngsten Innovation ermöglicht Mondi Styria die Substitution von Innenschichten aus Aluminium in FIBC-Linern.

„FIBC-Liner von Mondi sichern eine saubere Lebensmittelverarbeitung und eignen sich daher ideal für Milchpulver, sonstige Lebensmittel, Pharmazeutika und weitere Anwendungen“, unterstreicht Stefan Pfundner, Business Solution Manager, Mondi Technical Films. „Sie tragen nicht nur zu fortschrittlichen Arbeitsabläufen und Logistikstrukturen beim Kunden bei, sondern reduzieren dank ihrer überlegenen Qualität auch den Rohmaterialverbrauch und bieten eine umweltverträgliche Alternative zu herkömmlichen Linern.“

Dafür rüstet Mondi eine Anlage zur Fertigung von Hochbarriere-Seitenfaltenschläuchen für FIBC auf. Die Neuanschaffung macht Mondi Styria zum ersten Hersteller derartiger Schläuche unter lebensmittelreinen Bedingungen. Das Werk hat drei Mal in Folge die AA-Zertifizierung nach dem globalen Standard des British Retail Consortium (BRC) für Verpackungen und Verpackungsmaterialien erhalten. Diese Zertifizierung ist ein international anerkanntes Gütesiegel für Qualität, Sicherheit und Verantwortlichkeit.

Mit der neuen Seitenfaltenanlage kann das Unternehmen Schläuche von bis zu 4400 mm Gesamtumfang liefern. Des Weiteren verweist Pfundner darauf, dass die Anlage einen speziellen Hepa-Luftfilter zur Reinhaltung der Luft im Blasfolienschlauch von Bakterien und Feinstaub hat, was nahezu sterile Bedingungen im Inneren des Seitenfaltenschlauches schafft.

Mondi fertigt die Hochbarriereschläuche und liefert sie an Kunden, die dann die eigentlichen FIBC-Auskleidungen herstellen. Durch den Einsatz permanent antistatischer Additive an der Innen- und Außenseite der Folie wird das Staubexplosionsrisiko beim Handling von pulverförmigen bzw. rieselfähigen Schüttgütern und Lebensmitteln signifikant reduziert. Dies gilt beispielsweise für das Abfüllen und Entladen von Baby-Milchpulvern, Mehl, Zucker und Gewürzen in oder aus Big Bags vom Typ B. FIBC-Säcke werden auch weithin für die Massenverpackung von Schüttgütern wie Chemikalien und Mineralien eingesetzt.

„Die Sicherung angemessener Hygienestandards während der Produktion und Verpackung ist für Lieferanten von Lebensmitteln und anderen Gütern unerlässlich“, betont Pfundner. Im Gegensatz zu Linern aus Flachfolien oder aus/mit Aluminiumfolie, so Pfundner weiter, minimieren Liner aus Hochbarriere-Seitenfaltenschläuchen das Kontaminationsrisiko an der Innenseite. Mondi kann die Barriereeigenschaften gezielt auf die Anforderungen des Schüttguts zum Schutz vor Geruchsbildung, Kreuzkontamination, Feuchtigkeit oder dergleichen anpassen. Mit diesen Schläuchen als sinnvolle Alternative zu Aluminiumlinern oder anderen Laminatstrukturen können FIBC-Verpacker nicht nur Kosten sparen, sondern auch ihre CO2-Bilanz verbessern.

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