Biopharmazeutische Produktion Mehr Flexibiltät und kürzere Planungszeiten

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Sartorius will weiter wachsen und setzt dabei auch auf den Markt für Biopharmaka. Um für dieses Wachstum die notwendigen Spielräume zu schaffen, haben die Göttinger rund 18 Millionen Euro in ein neues Werk im nordhessischen Guxhagen investiert. Anlass für PharmaTEC, hinter die Kulissen zu schauen.

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Ob monoklonale Antikörper, Vaccine, rekombinante Proteine oder ... – mit den Flexmosys-Modulen von Sartorius werden aus einfachen Lagerhallen biopharmazeutische Produktionen.
Ob monoklonale Antikörper, Vaccine, rekombinante Proteine oder ... – mit den Flexmosys-Modulen von Sartorius werden aus einfachen Lagerhallen biopharmazeutische Produktionen.
(Bild: Sartorius)

Zwei Milliarden Euro Umsatz 2020 – diese ambitionierte Vorgabe von Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg verdeutlicht eindrucksvoll Sartorius’ Willen weiter zu wachsen. Dabei setzt das Unternehmen aus Göttingen nicht zuletzt auf die biopharmazeutische Industrie. Ein Meilenstein auf diesem Weg zu mehr Wachstum soll die neue Produktion im nordhessischen Guxhagen sein. Die alte Produktionsstätte in Melsungen bot für die Wachstumsziele nicht mehr den notwendigen Raum. Für rund 18 Millionen Euro haben die Göttinger nun ein Produktions- und Bürogebäude geschaffen, in dem Geräte und Anlagen für die biopharmazeutische Produktion geplant und hergestellt werden. Dabei wollen die Biotech-Experten in Guxhagen die komplette Verfahrenstechnik abdecken – im Gegensatz zur Produktion in Indien, wo der Fokus hauptsächlich auf der Fermentation liegt.

Erfolgsfaktor Plattform

Von zentraler Bedeutung für die biopharmazeutische Industrie wird neben dem Einsatz von Single-Use-Technologien auch die Entwicklung von Plattform-Konzepten sein. Schließlich spielt bei der Einführung neuer Biopharmaka die Zeit von der Produktentwicklung bis zur Markteinführung des Produktes eine immer wichtigere Rolle. Im vorhinein skalierbare und konfigurierbare Einheitsverfahren können Zeit- und Planungsaufwand während Design, Bau und Qualifizierung von kleinen und mittleren Produktionsanlagen reduzieren.

Im Rahmen der Process4Sucess-Initiative deckt Sartorius Stedim Biotech bereits heute Antikörper- und verschiedene Impfstoff-Prozesse ab. „Wir haben beispielsweise eine komplette Single-Use-Produktionsstrecke von 1000 Litern Monoklonaler Antikörper für Phase-III-Material entworfen, gebaut, getestet und validiert. Und das in weniger als 16 Monaten“, berichtet Detlev Szarafinski, Marketing Integrated Solutions. Dieses Einheitsverfahren kombiniert mit Single-Use-Technologie bietet auch Vorteile bei den Investitionskosten: So wurden für diese Produktionsstrecke 40 Prozent weniger Kosten veranschlagt als für die adäquate Edelstahl-Lösung.

Mobil, flexibel, skalierbar

Für die Umsetzung der Process4Sucess-Initiative setzt Sartorius Stedim Biotech auf die Produktionsmodule Flexmosys. Deren Basis bilden mobile und autarke pharmazeutische Einheiten der US-amerikanischen Partnerfirma G-Con. Angeschlossen an Kaltwasserzu- und Warmwasserableitung und an eine Stromversorgung bieten diese eine variabel konfigurierbare Produktionsfläche.

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