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Studie: Digitaler Wandel

Mehr Fehlertoleranz soll für Kreativität sorgen

| Redakteur: Tobias Hüser

Was setzen deutsche Führungskräfte auf ihre digitale Agenda? Diese Frage hat sich Metaberatung gestellt.
Was setzen deutsche Führungskräfte auf ihre digitale Agenda? Diese Frage hat sich Metaberatung gestellt. (Bild: Metaberatung 2016)

Knapp zwei Drittel der deutschen Manager wollen im Zuge des digitalen Wandels eine Kultur der Fehlertoleranz in ihrem Unternehmen etablieren. Ziel sollte zudem sein, den Umgang mit Risiken auf die „digitale Agenda“ ihres Arbeitgebers zu setzen und kreative Freiräume zu schaffen. Das sind die Ergebnisse der Umfrage „Human Resources in der digitalen Transformation“ von Metaberatung.

Düsseldorf – Um die Rahmenbedingungen für den digitalen Umbau zu verbessern, hält es die Mehrheit der Fach- und Führungskräfte für wichtig, die Weichen der Unternehmenskultur neu zu stellen. Dies ergab die Studie der Management- und HR-Beratung, die branchenübergreifend 100 Führungskräfte von Wirtschaftsunternehmen in Deutschland befragte.

73 % wollen Freiräume schaffen, in denen die Mitarbeiter kreativ und innovativ an der digitalen Transformation arbeiten können. In diesem Kontext sieht auch die Mehrheit der Manager den Umgang mit Risiken und Fehlern als wichtige Baustelle. Rund 60 % sind der Meinung, die Unternehmen sollten gezielt daran arbeiten, mangelnde Risikobereitschaft zu überwinden und eine Kultur der Fehlertoleranz zu etablieren.

Rahmenbedingungen für Kreativität stimmen noch nicht

„Kreative und mutige Persönlichkeiten sind in einem Wirtschaftsunternehmen unverzichtbar, um die neuen Herausforderungen der digitalen Transformation konkret anzupacken“ sagt Rainer Neubauer, Geschäftsführer der Metaberatung. Viele potenzielle ‚Macher‘ treffen in Deutschland allerdings auf hemmende Rahmenbedingungen. „Wie die Praxis zeigt, erfordern die besonderen Herausforderungen in einem Transformationsprozess immer, dass Fehler und Risiken professionell einkalkuliert werden. Diese Umstellung auf eine andere Arbeitsweise wird derzeit bei den Digitalisierungsprojekten noch nicht genügend berücksichtigt“, so der Experte.

Neubauer sieht in Start-up-Gründern das beste Beispiel, wie eine Arbeitsweise mit Fehlertoleranz in der Praxis funktionieren kann: „Die Persönlichkeiten, die häufig in diesen Unternehmen arbeiten, lassen sich durch eigene Vorbehalte oder gar Angst vor Fehlern nicht lähmen. Wer widerstandsfähig und selbstreflektierend genug ist, um aus eigenen Fehlern zu lernen, findet sich in einem neuen Marktumfeld zurecht. Oder anders gesagt: Durch Fehler sammelt man Erfahrungen, die als Basis für Wachstum und Weiterentwicklung nützlich sind.“

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