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Arzneimittelherstellung

Mehr als 12 Millionen Rezepturarzneimittel in 2014

| Redakteur: Gabriele Ilg

Die Anforderungen an die Herstellung von Rezepturarzneimitteln sind in den letzten Jahren stark gestiegen.
Die Anforderungen an die Herstellung von Rezepturarzneimitteln sind in den letzten Jahren stark gestiegen. (Bild: Abda)

Das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut hat durch die Auswertung von Verordnungen ermittelt, dass die öffentlichen Apotheken im Jahr 2014, 12 Millionen Rezepturen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung hergestellt haben.

Berlin – Die Anforderungen an die Herstellung von Rezepturarzneimitteln sind in den letzten Jahren gestiegen. So ist seit 2012 u.a. vorgeschrieben, dass Apotheker bei jeder einzelnen Rezeptur die Plausibilität der Verordnung überprüfen und dokumentieren müssen.

So konnte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut die Verordnungen von 2014 auswerten und kam auf eine Zahl von 12 Millionen maßgefertigte Medikamente für gesetzlich Versicherte. Der Großteil dieser entfiel 2014 auf so genannte „allgemeine Rezepturen“ (7,5 Millionen Arzneimittel), die jede Apotheke selbst herstellen kann, z.B. Kapseln oder Salben.

Davon abgegrenzt werden so genannte Spezialrezepturen, z.B. für die Heroinersatz- oder Krebstherapie sowie die parenterale Ernährung. Auch bei den Spezialrezepturen ist davon auszugehen, dass die Zahl der tatsächlich hergestellten Rezepturen über den erfassten Werten liegt.

„Insgesamt dürfte die Zahl sogar noch deutlich höher liegen, weil Rezepturen für Privatversicherte oder auf direkte Nachfrage gar nicht erfasst werden. Das zeigt: Rezepturarzneimittel sind und bleiben eine notwendige Ergänzung zu industriell hergestellten Arzneimitteln“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Arzneiprüfungsinstitut und Präsident der Bundesapothekerkammer. „Rezepturarzneimittel sind in vielen Fällen unersetzlich, z. B. wenn ein Kind ein Medikament in einer Dosis braucht, für die es kein industriell hergestelltes Arzneimittel gibt.“

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