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China Market Insider Mega-Standort aus der Retorte – China investiert in Lianyungang

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

In Lianyungang, einer Stadt mit 3,4 Millionen Einwohnern an der chinesischen Ostküste, baut China mit Milliardeninvestitionen einen hochmodernen petrochemischen Industriestandort. Auf dem Reißbrett entworfen und nun Schritt für Schritt umgesetzt, entsteht dort auf 467 Quadratkilometern ein integrierter Raffinerie-Komplex der Superlative, der zu den größten Entwicklungsprojekten im Land zählt.

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Rund 250 Kilometer südlich der Hafenstadt Qingdao gelegen, punktet Lianyungang mit einem großen Industriehafen direkt neben den neuen Chemieanlagen. Der Standort ist auch der östliche Endpunkt der „Neuen Eurasischen Kontinentalbrücke”, einer mehr als 10.000 Kilometer langen Eisenbahnstrecke bis nach Rotterdam, die in etwa entlang der antiken Seidenstraße verläuft.

Bereits im Bau befindet sich ein petrochemischer Verbundstandort der Shenghong Refining and Chemical, das mit einem Investitionsvolumen von 67,7 Milliarden chinesischen Yuan (rund 8,4 Milliarden Euro) zu den größten Projekten privat geführter Chemieunternehmen in China zählt. Erdölraffinierung, aromatische Kohlenwasserstoffe und chemische Raffination mit einem jährlichen Gesamtvolumen von 16 Millionen Tonnen sind dort geplant.