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China Market Insider Meerwasser-Entsalzung soll gegen Wassernot in chinesischer Petrochemie helfen

| Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

Mit Meerwasser-Entsalzung versucht China, die Wassernot seiner petrochemischen Industrie zu bekämpfen. Die bislang größte Membran-Entsalzungsanlage Chinas ist gerade zur Versorgung eines Verbundstandortes in der Küstenprovinz Zhejiang in Betrieb genommen worden. 100.000 t Meerwasser sollen dort pro Tag in Nutzwasser für einen Raffinerie-Verbundstandort und in Trinkwasser veredelt werden.

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Die Entsaltzungsanlage steht auf der Insel Yushan, einem Teil des Zhoushan-Archipels vor der Bucht von Hangzhou im Ostchinesischen Meer. Der gesamte Archipel ist sehr wasserarm, und doch ist hier einer der größten petrochemischen Verbundstandorte des Landes entstanden, am Standort einer Raffinerie der „Zhejiang Petroleum & Chemical Corporation” oder ZPC. Um den gewaltigen Wasserbedarf des Standortes zu befriedigen war Meerwasser die einzig denkbare Lösung, berichten chinesische Medien.

Die Membran-Entsalzungsanlage wird von der Firma Hangzhou Water Treatment betrieben, einer Tochter der China National Chemical Corporation oder kurz Chemchina. Wie in die meisten Entsalzungs-Projekten in China wird auch hier mit Membranen gearbeitet, um das Meerwasser in salzarmes Nutzwasser einerseits und eine zu entsorgende salzhaltige Lake andererseits zu trennen.