Europäische Chemieindustrie Marktbefragung – Europäische Chemieindustrie verliert an Fahrt

Redakteur: Marion Henig

Der Ausbllick ist weiterhin positiv, doch das Marktwachstum wird abflachen, so das Ergebnis einer aktuelle Marktbefragung unter europäischen Chemieunternehmen. Die Ergebnisse im Detail erfahren Sie hier.

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Die Europäische Chemieindustrie verliert an Fahrt, das ist die Hauptthese einer Marktbefragung von A.T. Kearney. (Logo: A.T. Kearney)
Die Europäische Chemieindustrie verliert an Fahrt, das ist die Hauptthese einer Marktbefragung von A.T. Kearney. (Logo: A.T. Kearney)

Düsseldorf – Die europäische Chemieindustrie hat in den letzten zwölf Monaten kräftige Zuwächse verzeichnet. Zwar ist auch der weitere Geschäftsausblick positiv, allerdings wird das Wachstum in den nächsten zwölf Monaten deutlich schwächer ausfallen. Zu diesem Ergebnis kommt eine europaweite Befragung der Unternehmensberatung A.T. Kearney, Chemanager Europe und der Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Sie wurde in den Monaten Juni und Juli unter 130 Führungskräften aus 15 Ländern durchgeführt.

Branchenklima kühlt ab

Der Aufschwung hat sich im letzten Jahr auf hohem Niveau stabilisiert: Rund ein Drittel der befragten Chemieunternehmen vermeldete für die letzten zwölf Monate einen Nachfrageanstieg von 10 bis 20 Prozent. Bei rund jedem vierten Chemieunternehmen stieg die Nachfrage um 20 Prozent aufwärts. Auch der weitere Branchenausblick ist grundsätzlich positiv: So erwarten über 90 Prozent der befragten Chemieunternehmen und ihrer Kunden in den nächsten zwölf Monaten eine weiterhin steigende Nachfrage nach Chemieprodukten. Allerdings kühlt sich das Branchenklima voraussichtlich etwas ab: Die Hälfte aller Befragten rechnet damit, dass sich die Wachstumsgeschwindigkeit gegenüber dem Vorjahr verlangsamen wird.

„Die weiterhin positiven Nachfrageprognosen zeigen, dass der gegenwärtige Aufwärtstrend anhält. Allerdings hat sich die Weltwirtschaft abgekühlt und die Zeiten schnellen Wachstums, das unmittelbar auf die Wirtschaftskrise folgte, sind vorerst zu Ende. Damit erklären sich auch die eher moderaten Zukunftserwartungen der Branche “, so Dr. Tobias Lewe, Partner in der Chemie und Öl Practice von A.T. Kearney.

Einige Rohstoffe werden knapp

Auch die Rohstoffpreise haben in den letzten zwölf Monaten zugelegt. Über die Hälfte der befragten Chemieunternehmen berichtete von einem Anstieg von zehn Prozent und mehr. Beinahe jeder Fünfte vermeldete einen Anstieg von 30 Prozent aufwärts. Einige strategische Rohstoffe wie Titandioxid, Butandien oder Seltene Erden seien dabei knapp geworden.

Eine Trendumkehr erwarten die Studienteilnehmer nicht: Über die Hälfte der befragten Chemieunternehmen rechnet in den nächsten zwölf Monaten mit einem Preisanstieg für Rohstoffe von bis zu zehn Prozent; Ein Drittel rechnet sogar mit einem Anstieg von 20 Prozent aufwärts.

Wachstum in der Europäischen Chemieindustrie vor allem organisch

Zukünftiges Wachstum erhoffen sich die Chemieunternehmen im Wesentlichen in Form von...

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