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3D-Druck-Verfahren Magnete aus dem 3D-Drucker

| Redakteur: Gabriele Ilg

Wie kann man einen Magneten bauen, der genau das gewünschte Magnetfeld hat? Die TU Wien hat eine Lösung: Erstmals können Magnete mit 3D-Drucker hergestellt werden.

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Eine becherartige Form (rechts unten), hergestellt im 3D-Drucker
Eine becherartige Form (rechts unten), hergestellt im 3D-Drucker
(Bild: TU Wien)

Wien/Österreich – An der TU Wien entstand der erste 3D-Drucker, mit dem man Objekte aus magnetischen Materialien herstellen kann. 3D-Drucker, die Kunststoffstrukturen erzeugen, gibt es schon lange, und das Funktionsprinzip des Magnet-Druckers ist im Grunde dasselbe.

Allerdings arbeitet der Magnet-Drucker mit speziell hergestellten Schnüren aus magnetischem Mikro-Granulat, das von einem Kunststoff-Bindematerial zusammengehalten wird.

Im Drucker wird das Material erhitzt und mit einer Düse Punkt für Punkt an den richtigen Stellen aufgebracht. So entsteht ein dreidimensionales Objekt, das zu ungefähr 90 Prozent aus magnetischem Material und zu zehn Prozent aus Kunststoff besteht.

Das Endprodukt ist zunächst noch nicht magnetisch, weil das Granulat in unmagnetisiertem Zustand eingebracht wird. Das fertige Objekt wird erst am Ende einem starken äußeren Magnetfeld ausgesetzt, dadurch wird es zum Permanentmagneten.

„Wir können auf diese Weise unterschiedliche magnetische Materialien verarbeiten, z.B. die besonders starken Neodym-Eisen-Bor Magnete“, sagt Dieter Süss, Leiter des Christian-Doppler Labors „Advanced Magnetic Sensing and Materials“ an der TU Wien. „Die Magnetdesigns, die wir am Computer berechnen, können wir damit rasch und präzise umsetzen – in einem Größenbereich von wenigen Zentimetern bis zu Dezimetern, mit einer Genauigkeit von weit unter einem Millimeter.“ 

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