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Zukunft Personal 2014

Machos in der Chefetage – Können Frauen die Arbeitswelt verändern?

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„Das zeugt von einem Beharrungsvermögen wider besseres Wissen. Dafür gefährden Unternehmen sogar ihren wirtschaftlichen Erfolg“, so Mika. Da es die Männer seit Jahrzehnten versäumten, Frauen angemessen zu fördern, sei die Quote ein Symbol mit Signalcharakter. Dahinter stehe die Aussage: „Ihr Frauen seid auf allen Ebenen gewollt“.

Frauen brauchen einen Beruf

Die Forderung einer Quote bedeute jedoch nicht, dass Frauen nicht auch ihre Mentalität ändern sollten. „Sie müssen ein anderes Verhältnis zum Beruf entwickeln, sich mehr zutrauen, sich ihrer Qualifikationen und Fähigkeiten bewusst sein und durchaus bereit sein, dafür einiges zu riskieren“, betont die Journalistin Bascha Mika.

Denn der Beruf bringe Frauen viele Vorteile: Kontakte, Bestätigung, draußen sein in der Welt und ökonomische Unabhängigkeit. Den Frauen, die Karriere machen möchten, sei dies zwar bewusst. Doch sie scheiterten dennoch oftmals an den Strukturen oder bezahlten mit ihrem Privatleben – „auf eine Art und Weise, wie es von keinem Mann verlangt wird. Denn viele Frauen verzichten dann auf Familie“.

Wenn Frauen in die Jahre kommen

Bei älteren Frauen würden diese Ungerechtigkeiten besonders deutlich. „Da setzt die Altersdiskriminierung im Beruf nicht nur früher, sondern sehr viel schärfer ein.“ Wenn Frauen Ende 40, Anfang 50 seien, hätten sie kaum noch Möglichkeiten beruflich weiterzukommen. „Dass ich mit 60 noch einmal in einen Führungsjob neu eingestiegen bin, kommt ansonsten so gut wie nie vor“, so die Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau. Doch Männern würden sogar Mitte 70 noch hochdotierte und höchstverantwortliche Managementjobs angeboten. „Die allermeisten Männer in den Aufsichtsräten der deutschen Unternehmen haben das Rentenalter längst überschritten.“

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