Minimierung von Verunreinigungen an Düsenleisten von Stranggranulieranlagen

28.08.2014

Großostheim, 25. August 2014 – PSG Automatik Plastics Machinery hat ein Verfahren entwickelt, Verunreinigungen und Rückstände durch Ablagerungen auf der Düsenleiste oder den Kunststoffsträngen selbst zu minimieren...

Großostheim, 25. August 2014 – PSG Automatik Plastics Machinery hat ein Verfahren entwickelt, Verunreinigungen und Rückstände durch Ablagerungen auf der Düsenleiste oder den Kunststoffsträngen selbst zu minimieren.

PSG Automatik Plastics Machinery (ein Unternehmen des Dover-Konzerns) gehört zu den weltweit bekannten Akteuren im Bereich der Kunststoffverarbeitung. Der deutsche Hersteller punktet einerseits durch seine exzellenten Leistungen in besonders schwierigen Anwendungen, liefert andererseits aber auch zahlreiche Komponenten und Hilfsmittel .Hier kommt die  innovative Düsenabreinigunsvorrichtung „Hot Air Knife“ oder auch kurz HAK von Automatik ins Spiel, welches das Unternehmen über die Jahre immer weiter perfektioniert hat.

In Fachkreisen ist das Problem weithin bekannt, dass selbst kleinste Mengen an Polymer, Füllstoffen oder Beimischungen wie z.B. Glasfaser-Verstärkungen fast unvermeidlich zum sogenannten Die Drool-Phänomen, einer Bartbildung aus Faserrückständen rund um die Löcher der Düsenleiste, führen. Diese Ablagerungen verbrennen, haften sich an den extrudierten Strängen an und verunreinigen das Granulat. Reklamationen von Weiterverarbeitern aufgrund von Granulatkontamination sind die Folge.

Viele Unternehmen begegnen dem Problem mit mechanischen Lösungen, sprich der Unterbrechung des Produktionsbetriebs zur Reinigung der Düsenplatte. – oder durch Vorbeugung der Bartbildung, die durch unterschiedliche Auslassgeometrien der Düsenöffnungen erreicht werden soll. In manchen Fällen wird versucht, diese Ansammlung von Polymer und Glas durch Abbrennen der Rückstände mit einer offenen Flamme zu verhindern. Diese Methode birgt aber Verletzungsgefahren durch Verbrennungen und das Risiko einer Beschädigung der Anlage.

Automatik Plastics Machinery hat intensiv an der Entwicklung einer Alternativlösung gearbeitet, die den Kunden nicht nur den sicheren Betrieb ihres Systems ermöglicht, sondern auch die Wirtschaftlichkeit ihrer Anlage steigert und die Unterbrechung ihrer Produktion überflüssig macht. Das Hot Air Knife wurde speziell mit dem Ziel entwickelt, die Verunreinigungen auf ein absolutes Minimum zu verringern. Das HAK wird direkt an der Düsenplatte platziert und arbeitet wie ein »Luftmesser«. Über einen Lufterhitzer wird Druckluft eingeleitet. Das Luftvolumen, der Druck und, die Temperatur der Druckluft sind einstellbar. Das HAK verteilt die heiße Luft über die gesamte Arbeitsbreite der Lochplatte und wirkt aufgrund der sehr hohen Luftgeschwindigkeit und der über Schmelzetemperatur liegenden Lufttemperatur. Die an der Oberfläche anhaftenden Ablagerungen werden von dem heißen Luftstrom erfasst und abgerissen bzw. abgeschmolzen.

Das Feedback der Kunden war durchgängig positiv – ein US-Großkonzern war besonders angetan von der hohen Qualität und Zuverlässigkeit des HAK, das in einem seiner internationalen Werke installiert wurde.

„Dank der Lösung von Automatik hat sich das Verunreinigungsrisiko um 80 bis 90 % verringert und damit die Qualität des Endprodukts enorm gesteigert“, erläutert der Prozessingenieur am Standort des Kunden. „Das HAK wurde schon vor einiger Zeit installiert und arbeitet seit der Installation äußerst zuverlässig und ohne jedes Problem. Das System kann die allermeisten Verunreinigungen lösen, die sich während der Produktion um die Löcher der Düsenplatte bilden. Die signifikante Reduzierung von Verunreinigungen verringert den Reinigungsaufwand der Mitarbeiter.“, führt der Prozessingenieur weiter aus.

Das HAK kann entweder voll in die Maschinensteuerung integriert oder manuell betrieben werden. Es wird in verschiedenen Breiten angeboten, um verschiedene Abmessungen des Spritzkopfes von 100 mm bis 900 mm abzudecken.

Automatik Plastics Machinery entwickelt ständig neue Produkte, um die Herstellungsverfahren der Kunden sicherer zu machen und die Produktivität ihrer Granuliersysteme zu steigern. Für weitere Informationen zu Maag siehe www.maag.com. Für weitere Informationen zur Pump Solutions Group (PSG®) siehe www.psgdover.com.