Fasspumpenmotore für explosionsgeschützte Bereiche nach IEC Ex zertifiziert

20.07.2009

IEC Ex bildet einen globalen Rahmen für die unabhängige Prüfung und Zertifizierung im Bereich des Explosionsschutzes. Mit dem Zertifikat IEC Ex (International Electro Technical Commission) IEC Certification Scheme for Explosive Atmospheres, Zertifikat Nr. IEC Ex PTB 08-0029 wurde erstmals eine nahezu 100%ige internationale Anerkennung für ex-geschützte (Ex de IIC T6) Motore der Baureihe ME II geschaffen. Es gilt für unterschiedliche Länder, deren nationale Normen die IEC Normen als Grundlage haben. Zukünftig werden nur noch die über das IEC Ex Schema hinaus g

IEC Ex bildet einen globalen Rahmen für die unabhängige Prüfung und Zertifizierung im Bereich des Explosionsschutzes. Mit dem Zertifikat IEC Ex (International Electro Technical Commission) IEC Certification Scheme for Explosive Atmospheres, Zertifikat Nr. IEC Ex PTB 08-0029 wurde erstmals eine nahezu 100%ige internationale Anerkennung für ex-geschützte (Ex de IIC T6) Motore der Baureihe ME II geschaffen.  Es gilt für unterschiedliche Länder, deren nationale Normen die IEC Normen als Grundlage haben. Zukünftig werden nur noch die über das IEC Ex Schema hinaus gehenden Anforderungen durch den Hersteller bei den nationalen Behörden zur Prüfung vorgestellt. Ziel ist es, Kosten und Zeit zu reduzieren und dabei einen einheitlichen Bewertungsprozess aufrecht zu erhalten und Benutzer von Geräten zu schützen, die nicht mit dem geforderten Sicherheitsniveau übereinstimmen.

 

 

Lutz ME Motore – Eine Motorgeneration mit langer Tradition und Anerkennung

Im Jahre 1988 wurde die Motorbaureihe ME II neu entwickelt. Erstmals kamen Motore mit einem elektrisch leitfähigen Kunststoffgehäuse auf den Markt, die zum damaligen Zeitpunkt völlig neue Anwendungen eröffneten. Durch die Spannungsumstellung von 220 V auf 230 V im Jahre 1996 wurde die damalige Zulassungsgeneration in die neue Generation „C Schein" überführt. Im nächsten Schritt erfolgte 2001 die Zulassung nach ATEX 100a (94/9/EG). In 2008 wurde die Motorgeneration erneut der PTB vorgestellt und mit dem Zertifikat IEC Ex gemäß den internationalen Normen IEC 60 079-0, IEC 60 079-1 und IEC 60 079-7 den neuesten Standards folgend testiert und anerkannt.

Barrierefrei können jetzt für Länder wie Australien, Kanada, China, tschechische Republik, Finnland, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Indien, Italien, Japan, Korea, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Polen, Republik Serbien, Rumänien, Russland, Singapur, Slowenien, Südafrika, Schweden, Schweiz, Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Amerika nationale Ex Zulassungen erwirkt werden. Australien ist hierbei das erste Land, das die IEC Ex Zulassung ohne weitere Zusatzanforderung anerkennt.

Je nach Markt und Kunde kann dies von Bedeutung sein, wenn über die ATEX hinaus international operierende Kunden die IEC Ex Normen zum Standard erheben. Mit dieser Zulassung entfallen künftig aufwendige Ex-Zulassungen.

Da die ATEX Richtlinie 94/9/EG und die IEC Ex auf der gleichen Normreihe basieren, sind diese als gleichwertig anzusehen. Mit der Grundlage der IEC Ex können somit über den Geltungsbereich der ATEX hinaus weitere nationale Zulassungen – siehe genannte Länder – erwirkt werden, welches dann zu einem deutlichen Abbau von Bürokratie und Dokumentationsaufwand führen wird. Die Zulassung nach IEC Ex ist für Anlagenbauer und Betreiber wie auch für den Hersteller ein wichtiger Schritt in die Globalisierung.

Ein nächster Aspekt ist der US amerikanische Markt, in welchem immer mehr Fertigungseinrichtungen entstehen, die Ex Bereiche nach dem Zonensystem einteilen. Hier greift die ATEX nicht. Mit der IEC Ex Zulassung sind nun auch die Motore nach europäischem Standard zugelassen. Durch das Aufteilen in Zonen entstehen unterschiedlich hohe Anforderungen an Geräte und Anlagen, welches zu Bewegung bei den nationalen Sicherheitsphilosophien geführt hat.

 

Fazit:

Mit dieser IEC Ex Zulassung ist letztendlich die Europa ausgerichtete ATEX zum internationalen Standard erweitert worden, welches aufzeigt, dass der Lutz ME II Motor in seinen technischen Ausführungen seiner Zeit weit voraus war und ist.