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Pumpen

Low-cost muss nicht Low-tech bedeuten

09.02.2007 | Autor / Redakteur: Redaktion PROCESS /

Als Anbieter hochwertiger Chemiepumpen bekannt, profiliert sich Friatec-Rheinhütte als Verfechter der 90-Prozent-Pumpe. Dahinter steht die Überzeugung, dass nicht alles, was technisch machbar ist, in der Praxis auch verlangt (und bezahlt) werde. Zudem zwinge die kürzere Nutzungszeit von Chemieanlagen zum Umdenken auch in Sachen Pumpen-Standzeit.

Als Anbieter hochwertiger Chemiepumpen bekannt, profiliert sich Friatec-Rheinhütte als Verfechter der 90-Prozent-Pumpe. Dahinter steht die Überzeugung, dass nicht alles, was technisch machbar ist, in der Praxis auch verlangt (und bezahlt) werde. Zudem zwinge die kürzere Nutzungszeit von Chemieanlagen zum Umdenken auch in Sachen Pumpen-Standzeit.

Während viele in der Branche seit dem Jahr 2000 das Klagen begonnen haben, geht es uns recht ordentlich - wir sind permanent auf Wachstumskurs“, verkündet Michael Meckelnburg, Geschäftsführer der Friatec-Tochter Rheinhütte-Pumpen. Und ergänzt: „Das ist uns gelungen, ohne Marktanteile hinzu zu kaufen und obwohl wir uns von bestimmten Produktgruppen sogar getrennt haben.“

Die Erklärung für diese Entwicklung gegen den Branchentrend (seit Mitte 2000 geht der preisbereinigte Auftragseingang laut Fachverband Pumpen im VDMA nach unten): Zum einen ist dieser Hersteller mit seinem Pumpen-Programm offensichtlich gut aufgestellt. Zum anderen wurde der Vertrieb weiter internationalisiert, und man erntet nun die Erfolge dieser Aktivitäten.

Propeller-Umwälzpumpe geht nach Indien

Ein Beispiel dafür: Propeller-Umwälzpumpen der Baureihe R PROP Medien fördern stündlich bis zu 9000 m3 Kristallsuspension, Solen, Seewasser, Zellstoffmaische, abrasive Flüssigkeiten, aggressive Säuren oder Laugen. Die größte bisher gebaute Umwälzpumpe lieferte das Unternehmen kürzlich nach Indien. Die Kombination von langer Lebensdauer, hoher Zuverlässigkeit und Sicherheit wirkt sich in niedrigen Life-cycle-Kosten (LCC) aus.

Weil diese Umwälzpumpen ausschließlich in Schweißkonstruktion hergestellt werden, kann der Hersteller den Werkstoff auf das zu fördernde Medium und die Kundenwünsche abstimmen: Die Werkstoffpalette reicht von Standard-Edelstahl über spezielle Stahllegierungen bis zu Titan. Die speziell für den Chemieeinsatz konzipierte Schaufelgeometrie erreicht sehr gute NPSH (Net Positive Suction Head)-Werte bei einem guten Wirkungsgrad. Je nach den zu fördernden Medien kann der Anwender zwischen Propeller- oder Inducer (Schnecken)-Laufrädern wählen.

Als weitere technische Highlights gelten die Lagerung und Wellendichtung. Die ölgeschmierten Kugel- und Rollenlager, auf der Festlagerseite in Tandemanordnung, nehmen auch hohe Axialkräfte sicher auf. Das patentierte Befestigungssystem der Cartridge-Dichtung ist besonders flexibel: Der Anwender kann sowohl bei der Pumpenauslegung als auch später im Betrieb zwischen Dichtungssystemen mit einfachen oder doppelten Stopfbuchsen bzw. Gleitringdichtungen wählen. Alle Dichtungsvarianten haben identische Einbaumaße und lassen sich ohne Demontage des Lagerträgers austauschen.

Magnetkupplungspumpe mit niedrigen LCC-Kosten

Zum Fördern von toxischen, korrosiven, aggressiven oder einfach nur „wertvollen“ Substanzen ist die Magnetkupplungspumpe GIP konzipiert; die in kompakter Blockbauweise konstruierte Pumpe ist für Temperaturen bis 120 °C geeignet. Dies deckt nach den Erfahrungen des Herstellers etwa 90 Prozent aller industriellen Bedarfsfälle ab.

Die Anschlussmaße der Pumpe können wahlweise der DIN- oder ANSI-Norm entsprechen. Alle mediumberührten Teile sind vakuum- und diffusionsfest mit Tefzel ausgekleidet, einem hochwertigen, dem PFA (Perfluoralkoxy-Copolymer) vergleichbaren ETFE-Fluorpolymer. Ein weiteres technisches Highlight:

Selbst bei geringem Druck während der Medienzirkulation gleicht die druckregulierte Lagerung des Innenrotors den Axialschub aus. Zudem bieten Verschleißringe aus SiC auf beiden Seiten des Laufrades hohe Sicherheit gegen Eindringen von Feststoffen. Der voll geöffnete Laufrad-Eintritt verbessert den NPSH-Wert und erhöht den Wirkungsgrad.

Eine hohe Druck- und Temperaturbeständigkeit garantiert der Doppelspalttopf aus kohlefaserverstärktem Tefzel mit einer Kevlar-Ummantelung. Bei Bedarf können die Radiallagerelemente und auch die Kompakteinheit aus Laufrad und Magnet-Innenrotor einfach ausgetauscht werden.Die wichtigsten Konstruktionsmerkmale der GIP-Pumpe:

  • Axialschubausgleich des Innenrotors durch druckregulierte Lagerung selbst bei geringem saugseitigem Druck;
  • Verschleißringe aus SiC vor und hinter dem Laufrad; ein Verschleißring hinter dem Laufrad verhindert das Eindringen von Feststoffen und die Beschädigung des Spalttopfes;
  • Axialring zum Schutz des Laufrades;
  • voll geöffneter Laufrad-Eintritt (guter NPSH, hoher Wirkungsgrad);
  • Gleitlager aus SiC;
  • effiziente Neodym-Eisen-Bor (NdFeB)-Magnete;
  • Feststoffe zulässig.

Die Konstrukteure legten zudem großen Wert auf Wartungsarmut und Wartungsfreundlichkeit (passfederlose Montage des Außenrotors, Prozessbauweise, geringe Zahl von Bauteilen). Als Ganzes führen die Einzelmerkmale zu hohen Einsparungen bei den Betriebskosten. Kombiniert mit den günstigen Investitionskosten seien deshalb die Life-cycle-Kosten (LCC) im gesamten Anwendungsspektrum bis 120 °C äußerst günstig und, wie der Hersteller vermutet, derzeit wohl kaum zu unterbieten. Für Temperaturen über 120 °C offeriert das Unternehmen auch weiterhin mit PFA ausgekleidete Magnetkupplungspumpen.

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