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Brandschutz-Systeme

Löschen bevor es brennt – mit vorbeugenden Brandschutz-Systemen

30.03.2010 | Autor / Redakteur: Wilfried Henze / Wolfgang Geisler

5 Mit einen vorbeugenden Brandschutz-System wäre dieses Feuer wohl vermeidbar gewesen.
5 Mit einen vorbeugenden Brandschutz-System wäre dieses Feuer wohl vermeidbar gewesen.

Die Entscheidung für ein vorbeugendes Brandschutz-System fällt häufig erst auf äußeren Druck, z.B. vom Versicherer oder der entsprechenden Bauaufsichtsbehörde, oder wenn es gar zu spät ist und ein Schadensfall bereits eingetreten ist. Besser, man schaut sich seine Produktionseinrichtungen an, solange es sie noch gibt und solche Ereignisse nicht eingetreten sind.

Dass die Erkennung von Zündinitialen in entsprechenden Transportsystemen, beispielsweise Rohrleitungen oder Fallschächten, heute zur Selbstverständlichkeit geworden ist, ist der hohen Empfindlichkeit heutiger Funkenmelder zu verdanken. Funkenmelder werden in die Wandung der Förderleitungen eingebaut und haben die Aufgabe, die infrarote Strahlung der Funken mittels Sensoren zu erkennen. Die Funkenerkennung sollte vorzugsweise in dunklen Anlagenbereichen ohne störenden Lichteinfall erfolgen, da bei dieser Anordnung die Funkenmelder die höchste Empfindlichkeit haben, sodass damit auch in dichten Produktströmen die Zündquellenerkennung optimiert wird.

Wenn Fremdlicht in der Umgebung des Funkenmelders nicht zu vermeiden ist – etwa durch eindringendes Tageslicht oder künstliche Beleuchtung –, wird ein spezieller Funkenmelder verwendet, der diesen Randbedingungen angepasst ist. Die Verwendung eines solchen Melders erfolgt etwa für die Überwachung von Transportbändern und Produktionsstraßen oder bei Fördersystemen mit Öffnungen oder Sichtfenstern.

Heutige Funkenmelder können selbst durch Materialschichten hindurch noch „zündende“ Partikel erkennen. Auch geringe Schmutzschichten auf dem optischen Glas eines Melders beeinflussen seine Empfindlichkeit kaum. Dies ist wichtig, da man es an den Erkennungsstellen nicht mit Reinluftleitungen zu tun hat. In pneumatischen Förderleitungen wird die Bewegung des geförderten Materials dafür genutzt, die Optik der Melder auch dadurch sauber zu halten.

Durch eine ausgefeilte Löschtechnik, die in den meisten Fällen mit Wasser funktioniert, wird ein Zündinitial noch in der Transportleitung oder in einem Material-Ausfall z.B. hinter einem Elevator abgelöscht, sodass es im weiteren Verlauf der Anlage keinen Schaden mehr anrichten kann. Üblicherweise wird dabei der eigentliche Arbeitsprozess nicht unterbrochen, die Löschung dauert nur wenige Sekunden. Erst, wenn längerfristig ein wahrer Funkenregen auftritt oder größere Glimmnester erkannt werden, wird über zusätzliche Maßnahmen die Produktionslinie stillgesetzt.

Lesen Sie auf Seite 2: Funkenmelder bieten Mehrfachnutzen

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