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Effizienzprogramm „Lift“ Linde will ab 2019 jährlich 370 Millionen Euro sparen

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der Münchner Linde Konzern verpasst sich ein Sparprogramm. In den nächsten zwei Jahren will das Unternehmen aber erst einmal 400 Millionen Euro in Restrukturierung investieren, um ab 2019 jedes Jahr 370 Millionen Euro einsparen zu können.

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Ab 2019 will Linde deutlich effizienter werden und pro Jahr 370 Millionen Euro einsparen.
Ab 2019 will Linde deutlich effizienter werden und pro Jahr 370 Millionen Euro einsparen.
(Bild: Linde )

München – Linde startet das gruppenweite Effizienzprogramm „Lift“. Mit dem Programm verfolgt der Konzern das Ziel, noch schneller und effizienter im weltweiten Wettbewerb im Industriegasebereich zu agieren. Linde will mit dem auf drei Jahre ausgerichteten Programm Einsparungen – einschließlich der seit 2015 initiierten Maßnahmen – von rund 550 Millionen Euro pro Jahr von 2019 an erzielen. „Lift“ allein soll zu Einsparungen von rund 370 Millionen Euro führen. In diesem und im kommenden Jahr fallen dafür einmalig Restrukturierungskosten in Höhe von rund 400 Millionen Euro an.

Dr. Wolfgang Büchele, Vorstandsvorsitzender bei Linde, sagte: „Wir haben das gesamte Unternehmen mit allen Organisationseinheiten einer Überprüfung der strategischen Ausrichtung und der Strukturen unterzogen. Insgesamt befindet sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg. Mit dem Lift-Programm werden wir eine höhere Effizienz durch eine Vielzahl von zusätzlichen Maßnahmen absichern. Unsere klare Vision ist, Linde langfristig und nachhaltig zu einem der profitabelsten und präferierten Anbieter im Industriegase- und Engineeringgeschäft auszubauen. Unser Wachstumskurs wird fortgesetzt.“

Durch Verbesserungen der internen Abläufe sowie Reduzierung der Komplexität und Hierarchien will Linde die Entscheidungsgeschwindigkeit und die Effizienz deutlich erhöhen. Festhalten will das Unternehmen an seiner soliden Bilanzstruktur und an seiner attraktiven Ausschüttungspolitik. Dementsprechend planen die Münchner wie in der Vergangenheit die Dividende gegenüber dem Vorjahr weiter anzuheben.

Januar bis September 2016: Geschäftsentwicklung im Rahmen der Erwartungen

Der Technologiekonzern hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen Konzernumsatz von 12,967 Milliarden Euro erreicht und lag damit 4,3 % unter dem Vorjahreswert (Vj. 13,552 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis ging um 2,3 % auf 3,066 Milliarden Euro zurück (Vj. 3,137 Milliarden Euro). Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bestätigt.

Die Gründe für die rückläufige Entwicklung liegen im nach wie vor niedrigen Umsatz- und Ergebnisbeitrag der Engineering Division sowie in negativen Währungskursveränderungen. Bereinigt um die rein translatorischen Währungseffekte lag der Konzernumsatz 1,1 % unter dem Vorjahr. Das operative Konzernergebnis erhöhte sich währungsbereinigt um 0,8 %. Die operative Konzernmarge lag mit 23,6 % über dem Vorjahreswert von 23,1 %. Zu dieser Verbesserung haben auch die bereits im vergangenen Jahr eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz beigetragen. Die Aufwendungen für Effizienzmaßnahmen stiegen im laufenden Geschäftsjahr kontinuierlich auf insgesamt 50 Millionen Euro an und wurden deshalb als Sondereinflüsse klassifiziert.

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